Massivhaus oder Holzhaus? Ressourcenschonend?

Das Holzhaus steht für klimaneutrales Bauen mit Holz wenn es um Ressourcenschonung und nachwachsende Rohstoffe geht. Angehende Baufamilien fragen sich, wie soll ich denn bauen? Diese Frage steht für Baufrauen und Bauherren ganz am Anfang ihres Weges in die eigenen vier Wände. Leicht zu beantworten ist sie nicht, jede Bauweise hat ihre Vor- und Nachteile.

Und entschieden werden muss nicht nur, welcher Baustoff zum Einsatz kommt, sondern auch, wie viel Zeit das Bauprojekt in Anspruch nehmen darf. Ein Überblick zeigt die wichtigsten Bauweisen für Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser.

Klassisch Stein auf Stein oder doch mit dem nachwachsenden Baustoff Holz?
Der eine bevorzugt klassisch Stein auf Stein, obwohl der Sand mittlerweile ein knappes Gut ist, der andere den traditionellen Holzbau wegen dem angenehmen Raumklima. Doch damit ist die endgültige Entscheidung noch längst nicht getroffen. Denn neben dem Hauptbaustoff muss auch gewählt werden, ob das Haus individuell mit einem Architekten gebaut wird oder lieber von einem Fertighaushers
teller der ebenso individuelle Häuser erstellt. Und damit nicht genug: Auch die Muskelhypothek will einkalkuliert werden! Wie viel Eigenleistung darf es denn sein?

Welche Bauweise für mein zukünftiges Eigenheim?

Das Fertighaus: Fertighäuser werden meistens in Holzrahmenbauweise erstellt. Bauteile wie Wände und Decken werden maschinell vorgefertigt und auf der Baustelle montiert. Das bringt einen enormen Zeitvorteil und Planungssicherheit durch einen Festpreis.

Holzhaus
Das Holzhaus als Mehrfamilienhaus in Holzfertigbauweise punktet mit hoher Vorfertigung und kurzer Bauzeit.

Das Massivhaus: Der Klassiker wird Stein auf Stein aus Beton, Kalksandstein, Porenbeton oder Ziegeln gebaut. Da der Anteil an Handarbeit höher als bei vorgefertigten Bauteilen ist, dauert der Hausbau in der Regel recht lang. Das Massivhaus punktet mit solider Bauweise, benötigt im Vergleich zum Baustoff Holz jedoch mehr Energie für die Herstellung der Baumaterialien, die sogenannte „graue Energie“.

Das Ausbauhaus / Bausatzhaus: Wer sein handwerkliches Geschick in die Waagschale werfen will und zeitlich flexibel ist, kann mit einem Ausbauhaus oder Bausatzhaus selbst bauen – je nach Wunsch und Ausbaustufe entweder komplett oder nur den Innenausbau. Doch der so genannten Muskelhypothek geht eine realistische Einschätzung des eigenen Könnens voraus, sonst sind Qualität und Zeitplan nicht gesichert.

Das Architektenhaus: Bauen nach Wunsch unter Einbringung eigener Ideen? Das lässt sich mit einem Architektenhaus realisieren. Der genaue Preis für das Haus steht allerdings erst fest, wenn die Ausschreibung aller Arbeiten abgeschlossen ist.

Das Holzhaus: Der Baustoff Holz erfreut sich einer wachsenden Beliebtheit, steht er doch für Natürlichkeit, Ressourcenschonung und ein ausgeglichenes Wohnklima. Ob Blockhaus oder Holzrahmenbau: Mit dem traditionsreichen Baumaterial lassen sich auch moderne Häuser realisieren.

Eine Übersicht über Holz-Fertighaushersteller- und Anbieter und individuelle Haustypen in Holzfertigbauweise finden Sie auf dem Ratgeber-Portal Holzbauwelt.de.

Regnauer mit neuem Musterhaus in Fellbach bei Stuttgart

Das Familienunternehmen Regnauer aus dem oberbayerischen Seebruck setzt mit der Eröffnung des neuen Musterhauses „Klara“ in Fellbach, Baden-Württemberg den Erfolgsweg seiner regionstypischen Vitalhäuser fort. Das bundesweit positive Echo gerade auch von Bauherrenseite her hat die Experten für Holzfertighäuser vom Chiemsee auch bei dem neuen Projekt angespornt.

„Die Verbindung von regionaltypischem Architekturstil mit modernem Design sowie zahlreichen Wohlfühlelementen, Energieeffizienz und innovativer Haustechnik kommt sehr gut an“, resümiert Geschäftsführer Michael Regnauer. Zusammen mit seiner Frau Silvia, Tochter Klara, die als Namenspatin fungierte, und Verkaufsleiter Gerd Holzschuh weihte er im Beisein beteiligter Partnerunternehmen das neue Musterhaus „Klara“ im Musterhauspark Fellbach bei Stuttgart ein.

Regionaltypische Architektursprache von Regnauer für Baden-Württemberg

Im Unterschied zum oberbayerisch geprägten Musterhaus „Liesl“ bindet „Klara“ die Architektursprache der Weinregionen in Baden-Württemberg mit ein. Die Größe ist auf 170 Quadratmeter ausgelegt. In dem markanten Baukörper mit puristischem Architekturstil interpretierten die Holzbauspezialisten das Thema Satteldachhaus neu.

Der Minimalismus außen sorgt für Klarheit und ein Gefühl von Ruhe und Kontemplation. Die Wände mit der räumlich zurücktretenden Giebelfassade signalisieren Bodenständigkeit und Standfestigkeit. Zugleich entstehen so auf intelligente Weise geschützte Bereiche für Terrasse und Balkon. Für Licht und Transparenz sorgt die bis zum Boden reichende Glasfront samt aufgeglastem Giebel. Beides öffnet den Innenraum für einen befreiten Blick in die Natur. So entsteht Wohnatmosphäre.

Regnauer Hausbau
Regionaltypische Architektur für Baden-Württemberg von Regnauer Hausbau in der Fertighausausstellung in Fellbach bei Stuttgart.

Zu Weingenuss und Gemütlichkeit lädt wiederum eine überdachte Nebenterrasse bzw. Pergola mit Laubencharakter und Holzverschalung ein. Der wachsenden Vorliebe für den Baustoff Holz trägt Regnauer auch mit strukturierten Elementen aus sibirischer Lärche Rechnung: Diese prägen die markante Eingangsfront und die Nordseite des neuen Musterhauses. Spannende Designnoten setzen wiederum die Fenster- und Rollladenkästen in tiefschwarz.

Neues Wohngefühl für eine nachhaltige Zukunft im Holzfertighaus von Regnauer

Gibt sich „Klara“ nach außen hin eher schlicht, so stehen im Innenraum emotionale Wohnerlebnisse, ein individueller „Bohemian“-Stil sowie Wohngesundheit und hoher Wohnkomfort mit überraschenden Noten im Vordergrund. Der Mix aus edlen Holzelementen, Glas, schwarzem Stahl und dunklen, haptischen Oberflächen setzt im Ausstattungs-Design klassisch-moderne Akzente. Ein „Solarium“-Sitzfenster und der Kaminofen mit Holzlege sorgen im Wohnzimmer für kuschlige Atmosphäre und entspannte Abende.

Geselligkeit ist in der geräumigen und offenen Wohnküche mitsamt der angegliederten Speis angesagt. Als Hingucker sorgt der unter der geradläufigen Treppe in Eiche-Stahl-Optik integrierte „Weinkeller“ für Gesprächsstoff. Glasabtrennung und Lichtspots setzen ein optisches Highlight.

Im Obergeschoß lässt die durchgängig verbundene Privatzone der Eltern mit Schlafen, Ankleide und Wellness-Bad samt integrierter Holzsauna ein pfiffiges Raumwunder voll Wohnatmosphäre entstehen. In den Kinderzimmern unterstreichen unkonventionelle Ideen für Bett, Schrank und Schreibtisch ein altersgemäßes Wohngefühl. Nicht fehlen darf natürlich ein helles, großzügig abgeschlossenes Büro als Homeoffice für die „neue Zeit“.

Als „State of the Art“ erweist sich das Musterhaus „Klara“ auch in punkto Haustechnik, Klimaschutz, Wohngesundheit und Nachhaltigkeit. Als erster Hersteller bietet Regnauer Hausbau mit der Kombination von Proxon-Frischluftwärmetechnik und rahmenlosen Infrarot-Wandheizkörpern eine zukunftsweisende Technik an. Letztere sorgen für eine punktuell angenehm Strahlungswärme auf der Haut. Die Frischluftwärmetechnik beinhaltet auch eine Kühl- und Entfeuchtungsfunktion sowie CO2-Regelung.

Regnauer Hausbau
Klare regionaltypische Architektursprache im Musterhaus Klara von Regnauer Hausbau in Fellbach bei Stuttgart.

Höchste Energieeffizienz sorgt für ein unbeschwertes Wohnen

Zusammen mit selbstproduziertem Photovoltaikstrom zeigt Regnauer besonders mit dem umweltfreundlichen und wartungsfreien Salzwasser-Batteriespeicher innovative Wege zu ökologischem und energieeffizientem Wohnkomfort auf. So kommt der Batteriespeicher ganz ohne den Einsatz problematischer Stoffe und seltener Metalle aus. Passend dazu erfüllt „Klara“ zusammen mit der neuen Vitalwand die Anforderungen an ein KfW 40plus-Haus. In der Kombination von klimaoptimierter, holzfasergedämmter Fassade als Hitzeschutz und Frischluftwärmetechnik mit Kühlfunktion geht Regnauer auch mit Blick auf künftige Klimaherausforderungen innovative Wege.

Komfort und Sicherheit verbindet ergänzend die anwenderfreundliche Smart-Home-Steuerung per App. Mit ihr lassen sich Rollläden, Alarmsysteme, Licht, Musik, Wärme und viele weitere Anwendungen zentral steuern. Mit dem neuen Musterhaus „Klara“ präsentiert sich Regnauer Hausbau als innovationsfreudiges Unternehmen und setzt erneut einen Meilenstein im Bereich regionstypischer Ökohäuser aus Holz. Es kombiniert auf intelligente Weise klare Architektursprache, ein Maximum an Wohnkomfort und Wohngesundheit, höchste Energieeffizienz und innovative Haustechnik.

Regnauer Hausbau aus Seebruck am Chiemsee hat sich mit Vitalhäusern einen Namen gemacht. „Häuser, die gut tun“ lautet folgerichtig auch die Botschaft des oberbayerischen Holzhausherstellers. Die Leidenschaft für wohngesundes Bauen stellt jedes neue Haus, das Seebruck verlässt, erneut unter Beweis. Unternehmenschef Michael Regnauer betont, dass „moderne Häuser als Kraft- und Energiequelle im anstrengenden Alltag dienen und sich aufgrund des ökologischen Baustoffes Holz und der leistungsstarken Vitalwände als Gesundbrunnen erweisen.“ Das Familienunternehmen, das vor über 90 Jahren gegründet wurde; baut schlüsselfertige Häuser aus einer Hand.

Vertrauen in Fertighaushersteller durch Holzrahmenbauweise

Mit der Holzrahmenbauweise beim Hausbau lässt es sich klimaneutral bauen. Der beliebte Werkstoff Holz ist der einzige klimafreundliche Kohlenstoffspeicher unter den Baustoffen. In Zeiten des Klimaschutzes ein gewichtiges Argument. Wer mit Holz baut schützt das Klima, weil er nachwachsende Rohstoffe beim Bauen verwendet. Und angehende Bauherren und Baufamilien schwärmen vom einzigartigen Holzhausklima.

Verfügt das Holzbauunternehmen oder der Fertighaushersteller über eine eigene Abbundhalle und Werkshalle, hat das den großen Vorteil, dass ganze Hausteile (Wände und Decken) wetterunabhängig vorgefertigt werden können. Sehr viele Fertighaushersteller zählen auch zu den Holzbaubetrieben. Immerhin werden die meisten Fertighäuser in Deutschland in der Holzrahmenbauweise hergestellt.

Holzrahmenbauweise der Holzfertighaushersteller überzeugt auf ganzer Linie

Die Hersteller von Holzfertighäusern haben sich meistens auf eine bestimmte Holzbauweise, wie zum Beispiel den Holztafelbau, den Holzrahmenbau oder dem massiven Blockhausbau spezialisiert. Die Holzrahmenbauweise oder auch Holzständerbauweise punktet vor allem bei der Präzision, einer kurzen Bauzeit, der trockenen Bauweise sowie Termin- und Kostensicherheit.

Die Holzrahmenbauweise ist weder bedeutend kostengünstiger noch bedeutend teurer als die Massivbauweise. Ein leichter Kostenvorteil ergibt sich dadurch, dass bei Häusern in Holzrahmenbauweise geringfügig mehr Eigenleistungen möglich sind als bei Häusern, die in Massivbauweise errichtet werden.

Holzrahmenbauweise
Die Holzrahmenbauweise ist die meistgenutzte Bauweise im Holzfertighausbau. Foto: Regnauer Hausbau.

Die Vorteile der modernen Holzrahmenbauweise im Überblick:

  • Werksüberwachte Fertigung im Holzbauunternehmen

  • Holzfertighaushersteller verfügen über modernste präzise Fertigungsmethoden

  • Holzfertighaushersteller verfügen über gut ausgebildetes und routinierte Mitarbeiter (Zimmerer, Zimmerermeister, Holzbauingenieure, Holztechniker, Architekten)

  • Trockene Bauweise in der Werkhalle durch hohe Vorfertigung

  • Optimale Dämmung in Wand- und Deckenelementen

  • Abgesprochene Eigenleistungen bei Holzrahmenbauweise möglich

  • Termingenaue Anlieferung des bestellten Holzfertighauses.

Energieeffiziente Holzrahmenbauweise sichert wichtige KfW-Förderung

Durch die energieeffiziente Holzrahmenbauweise sichern sich die Bauherren und Baufamilien Zuschüsse und Kredite von der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) für die Eigenheimfinanzierung. Informieren Sie sich rechtzeitig bei Ihren Hausbau-Planungen über die neue KfW-Förderung, die seit 01. Juli 2021 Gültigkeit hat. Hier ein weiterer Link zur Übersicht der KfW-Förderung für den Neubau von Holzfertighäusern.

Eine gute Übersicht über Holzbauunternehmen und Holzfertighäuser bietet das Ratgeber-Portal für Holzhäuser und den Holzbau mit der treffenden Bezeichnung Holzbauwelt.de. Hier können Sie sich über Hausbeispiele informieren und sehr gerne weitere Informationen von Holzfertighaus-Herstellern anfordern.

Neue Bundesförderung für Holzhäuser ab 01.07.2021

Holzhäuser gelten ob ihrer bewährten wärmegedämmten Bauweise als besonders energieeffizient. Im Rahmen des Klima­schutz­programmes 2030 entwickelt die Bundes­regierung die Förderung für energie­effiziente Gebäude weiter. Die neue „Bundes­förderung für effiziente Gebäude (BEG)“ startet bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zum 01.07.2021. Künftige Häuslebauer und Investoren, die sich für den nachwachsenden, ökologischen Baustoff Holz interessieren, profitieren von der neuen KfW-Förderung.

Die neue Bundesförderung für effiziente Gebäude, abgekürzt BEG, gilt insbesondere:

  • für alle Wohngebäude, z. B. für Eigentums­wohnungen, Ein- und Mehr­familien­häuser oder Wohnheime
  • für alle Nichtwohngebäude, z. B. für Gewerbe­gebäude, kommunale Gebäude oder Krankenhäuser.

Ab dem 01.07.2021 können Sie die neuen Förder­kredite und Zuschüsse der „Bundes­förderung für effiziente Gebäude (BEG)“ beantragen – für einen Neubau oder für die Sanierung zum Effizienz­haus sowie einzelne energetische Maßnahmen. Die Förderung für Bau­begleitung beantragen Sie direkt zusammen mit Ihrem Kredit oder Zuschuss. Wichtig zu wissen: Grundsätzlich gilt: Sie dürfen mit Ihrem Vorhaben erst nach Beantragung starten!

Bundesförderung Holzhäuser
Die neue Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) fördert energieeffiziente Holzhäuser

Holzhäuser als Effizienzhaus bauen mit erhöhter KfW-Förderung

Wenn Sie ein neues Effizienzhaus bauen oder kaufen, fördert Sie die KfW wahl­weise mit einem Kredit mit Tilgungszuschuss oder einem direkt ausgezahlten Zuschuss – Sie haben die Wahl.

Effizienzhaus(Tilgungs-)zuschuss in % je Wohneinheit Betrag je Wohneinheit 
Effizienzhaus 40 Plus25 % von maximal 150.000 Euro Kredit­betrag / förder­fähigen Kostenbis zu 37.500 Euro
Effizienzhaus 4020 % von maximal 120.000 Euro Kredit­betrag / förder­fähigen Kostenbis zu 24.000 Euro
Effizienzhaus 40 Erneuerbare-Energien-Klasse  oder Nachhaltigkeits-Klasse 22,5 % von maximal 150.000 Euro Kredit­betrag / förder­fähigen Kostenbis zu 33.750 Euro
Effizienzhaus 5515 % von maximal 120.000 Euro Kredit­betrag / förder­fähigen Kostenbis zu 18.000 Euro
Effizienzhaus 55 Erneuerbare-Energien-Klasse  oder Nachhaltigkeits-Klasse 17,5 % von maximal 150.000 Euro Kredit­betrag / förder­fähigen Kostenbis zu 26.250 Euro

Darüber hinaus erhalten Sie eine Förderung für die Fach­planung und Bau­begleitung sowie eine Nachhaltigkeits­zertifizierung. Details dazu finden Sie im Abschnitt Baubegleitung.

Wohngebäude-Kredit beim Neubau eines Effizienzhauses

  • Bis zu 150.000 Euro Kredit je Wohn­einheit für ein Effizienzhaus 
  • Bis zu 60.000 Euro Kredit je Wohn­einheit für Einzelmaßnahmen
  • Weniger zurückzahlen: zwischen 15 % und 50 % Tilgungszuschuss 
  • Zusätzliche Förderung möglich, z. B. für Baubegleitung

Möchten Sie Ihr Vorhaben lieber mit einem Zuschuss finanzieren? Dann können Sie für ein Effizienz­haus alternativ den Zuschuss Wohngebäude (461) wählen.

Wohngebäude-Zuschuss beim Neubau eines Effizienzhauses

  • Für Komplettsanierung, Bau und Kauf eines Effizienzhauses 
  • Sanierungszuschuss bis zu 75.000 Euro je Wohneinheit
  • Bauzuschuss bis zu 37.500 Euro je Wohneinheit
  • Zusätzliche Förderung möglich, z. B. für Baubegleitung

Eine Auswahl energieeffizienter Holzhäuser finden Sie auf dem Ratgeber-Portal Holzbauwelt.de.

Das Einfamilienhaus als Reihenhaus oder Doppelhaus?

Viele Deutsche träumen nach wie vor vom Einfamilienhaus als eigenes Zuhause im Grünen, wie eine Studie der Bausparkasse Schwäbisch Hall mit dem Marktforschungsinstitut infas ergab. Mehr als die Hälfte der Immobilieninteressenten die aktuell eine Immobilie kaufen oder bauen wollen, denken bei ihren Planungen an ein Einfamilienhaus. Die anhaltende Diskussion um den Bau von Einfamilienhäusern wegen des Flächenverbrauchs verunsichert jedoch Bauwillige.

Das Einfamilienhaus als ganz persönlicher Ort

Das Einfamilienhaus ist aber längst nicht mehr unumstritten, schließlich verbraucht es verhältnismäßig viel Fläche, Baustoffe und Energie. Ist diese Wohnform mit Blick auf den Klimawandel noch zeitgemäß? Doch warum ist das Einfamilienhaus als Eigenheim eigentlich so attraktiv? „Die niedrigen Zinsen und verschiedene staatliche Förderungen machen das eigene Haus auch wirtschaftlich lukrativ “, erklärt Schwäbisch Hall-Immobilienexperte Oliver Adler. „Hinzu kommt die Sicherheit vor Mieterhöhungen oder Kündigungen, gerade im Alter.“

Einfamilienhaus Doppelhaus
Das Einfamilienhaus als Doppelhaus schont den Flächenverbrauch.

Der größte Vorteil der eigenen vier Wände ist, dass Sie darin mietfrei wohnen können. Denn: Im Gegensatz zu Mietzahlungen fließen die Kreditraten für Ihr Haus in den eigenen Vermögensaufbau und damit auch in Ihre Altersvorsroge, so der Heimatexperte. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes beträgt die durchschnittliche Mietersparnis für Rentner-Haushalte fast 700 Euro im Monat. Durch diese finanzielle Entlastung schützen Sie sich vor Altersarmut.

Das Einfamilienhaus ist gerade für junge Familien attraktiv

Paare mit Kindern haben ihr Leben vor sich. Nach der Familiengründung und einem guten Beruf interessieren sich viele junge Familien nach einem eigenen Zuhause. Hier können die Wohnwünsche individuell im eigenen Haus verwirklicht werden. Deshalb ist das Einfamilienhaus nach wie vor so attraktiv für junge Familien mit Kindern. Ein Einfamilienhaus in Holzbauweise verfügt über eine hohe Wohngesundheit. Selbst wenn die Kinder später mal ausgezogen sind, können die Eltern das Haus altersgerecht umbauen. Zum Beispiel in mehrere Wohneinheiten aufteilen, verkaufen oder vererben. Auch solche Zukunftspläne sollten Sie als angehender Immobilienbesitzer in Ihre Entscheidung einfließen lassen.

Das Einfamilienhaus als Vorsorge für die Zukunft

Einfamilienhäuser lassen sich heute flächen- und ressourcenschonend bauen, zum Beispiel als Doppelhäuser oder Reihenhäuser. Das Einfamilienhaus in effizienter Holzständer- oder Holzrahmenbauweise sorgt für eine klimafreundliche Bauweise durch den nachwachsenden Rohstoff Holz. Holzhäuser haben eine hohen Wohnwert und eine lange Lebensdauer. Wohnlösungen können im späteren Alter angepasst werden. Auch wenn ein Haus im Schnitt einen größeren Flächenverbrauch hat als eine Wohnung ist der ökologische Mehrwert eines durchschnittlichen Hausgartens bei der Artenvielfalt gegenüber einer Ackerfläche mit Monokultur unbestritten.

Fazit: Ökologisches Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen verringert den persönlichen CO2-Fußabdruck. Durch die neue Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) ab 01.07.2021 gibt es höhere Zuschüsse von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für energieeffiziente Bauweisen mit erneuerbaren Energien. Lassen Sie sich von den mittelständischen Holzfertighaus-Herstellern informieren.

Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) im Neubau

Mit der „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) wird die energetische Gebäudeförderung in Umsetzung des Klimaschutzprogramms 2030 neu aufgestellt und weiterentwickelt. Mit der BEG werden künftig noch stärkere Anreize für Investitionen in Energieeffizienz und erneuerbare Energien gesetzt werden. Die neue Bundesförderung BEG ist ein entscheidender Beitrag zur Erreichung der Energie- und Klimaziele bis 2030 im Gebäudesektor.

Die Förderung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien wird mit der BEG erstmals unter einem Dach zusammengeführt. Mit der BEG ersetzt ein einziges Förderprogramm vier bisher bestehende Förderprogramme:

1. CO2-Gebäudesanierungsprogramm (bisher KfW-Förderprogramm „Energieeffizient Bauen und Sanieren“).
2. Das Marktanreizprogramm (bisher BAFA-Förderprogramm „Heizen mit erneuerbaren Energien“).
3. Das Anreizprogramm „Energieeffizienz“.
4. Das Heizungsoptimierungsprogramm.

Bei Neubauten und Komplettsanierungen wird der Einsatz erneuerbarer Energien zukünftig noch stärker prämiert. Gleichzeitig wird es neue, attraktive Förderangebote für ambitionierte Sanierungen und Neubauten geben. Vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMI) anerkannte Nachhaltigkeitszertifikate werden künftig in der Förderung erstmals berücksichtigt.

Für Bürgerinnen und Bürger bietet die BEG zukünftig mehr Flexibilität. Fördertatbestände werden sowohl als Zuschuss- als auch als Kreditförderung angeboten, um den jeweiligen individuellen Bedürfnissen bestmöglich zu entsprechen. Zugleich wird mit der BEG die Förderung übersichtlicher und einfacher zu beantragen (direkt bei der KfW oder mittelbar über die Hausbank).

Die BEG enthält folgende Neuerungen beim Hausbau von Häusern

Vereinfachte Beantragung sämtliche Förderangebote (Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Fachplanung und Baubegleitung) mit einem einzigen Antrag für die BEG. Förderbedingungen für Wohn- und Nichtwohngebäude werden angeglichen.

Jeder Fördertatbestand wird sowohl als Zuschuss- wie auch als Kreditförderung angeboten (bislang teilweise Zuschuss oder teilweise Kreditförderung).

Integration von Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz beim Neubau von Gebäuden. Im Neubau werden sogenannte EE-Klassen, zum Beispiel „Effizienzhaus 55 EE“ für den Einsatz von erneuerbaren Energien beim Hausbau eingeführt und die Förderquote angehoben. Eine „Effizienzhaus EE“-Klasse kann beim Neubau als auch bei einer Altbausanierung erreicht werden, wenn erneuerbare Energien einen Anteil von mindestens 55 Prozent des für die Wärme- und Kälteversorgung des Gebäudes erforderlichen Energiebedarfs erbringen (z. B. Solarthermie oder Erdwärme).

Neubau Förderung BEG
Hausbau mit erneuerbaren Energien wird mit der neuen BEG extra gefördert.

Digitalisierung und Zukunftstechnologien zur Verbrauchsoptimierung (z. B. Efficiency Smart Home) werden erstmals eigenständig förderfähig. Damit wird die Betriebsphase von Gebäuden stärker berücksichtigt.

Nachhaltiges Bauen bei Neubauten mit einer Nachhaltigkeitszertifizierung (Zertifikat mit Qualitätssiegel „Nachhaltig Bauen“ des BMI) erhalten als sogenanne NH-Klassen (z. B. „Effizienzhaus 55 NH“) eine erhöhte Förderung. Entsprechend der EE-Klassen (NH- und EE-Klassen sind aber nicht kombinierbar); wird der Lebenszyklusansatz des Nachhaltigen Bauens stärker berücksichtigt.

Auskunft über die neuen EE-Klassen als förderfähige Energiestandards beim Hausbau geben sowohl die Energieberater als auch die Holzhaus-Hersteller auf Holzbauwelt.de. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) wird Details und Förderbestimmungen im April 2021 dazu veröffentlichen und zwar auf folgender KfW-Seite. Starttermin für das BEG ist der 01.07.2021. Beim Hausbau gilt derzeit noch die bisherige KfW-Förderung.

Beispiel für die neue Förderung nach der BEG beim Neubau eines Wohngebäudes

Förderung Beispiel Neubau
Beispielhafte Förderung eines Neubaus für ein Wohngebäude nach BEG ab 01.07.2021.

Wann muss der Antrag bei der KfW für einen Neubau gestellt werden?

Die neue Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) startet zum 01.07.2021. Den Förderkredit „Energieeffizient Bauen (153)“ können Sie noch bis zum 30.06.2021 bei der KfW beantragen. Ab dem 01.07.2021 können Sie einen Antrag auf die neuen Förderkredite und Zuschüsse der BEG stellen.

Holzhäuser und Holzfertighäuser für den Neubau plus eine weitere Zusammenfassung für die Bundesförderung für effiziente Gebäude finden sie auf dem Portal Holzbauwelt.de.

 

Ökologisches Blockhaus – alle Vorteile der Blockhausbauweise im Überblick!

Das Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz spielt für immer mehr Menschen in Deutschland eine zunehmend wichtigere Rolle im Leben. So verwundert es nicht, dass sich auch beim Hausbau immer mehr Menschen für eine nachhaltige Bauweise in Form eines Blockhauses entscheiden. Die massiven Blockhäuser haben dabei ihren eigentlichen Ursprung in Skandinavien. Allerdings erfreut sich der Hausbau in der Blockhausweise auch in Deutschland einer steigenden Beliebtheit.

Die Häuser aus Holz haben dabei eine Menge Vorteile, welche vor allem nachhaltigen und ökologischen Aspekten zugrunde liegen. Der Bau eines Holzhauses hat dabei nicht nur eine Menge Vorzüge für das Klima und die Wohnatmosphäre, sondern macht auch optisch eine Menge her. Wem das Wohlbefinden seiner Familie am Herzen liegt, sollte demnach nicht nur seinen Lebensstil hinsichtlich einer gesünderen Ernährung und mehr Sport verändern, sondern auch den Hausbau nachhaltig und ökologisch gestalten.

Wer gerade mitten in den Bauplanungen des Eigenheims steckt und sich einen Überblick von verschiedenen Bauweisen verschaffen möchte, stößt schnell auch auf die Blockhausbauweise. So gilt es für angehende Bauherren abzuwägen wie ihr Traumdomizil aussehen soll. Zum Schutz der Umwelt und für eine natürliche Wohnatmosphäre empfiehlt sich daher vor allem der Bau eines Blockhauses. Wir haben Ihnen im folgenden Ratgeber die enormen Vorteile beim Bau eines Blockhauses zusammengestellt. So erhalten Sie hier alle wichtigen Informationen, die es beim Bau eines Blockhauses zu beachten gibt.

Ökologisches Blockhaus
Ein Ferienhaus als gemütliches Blockhaus bauen

Umweltfreundlich Bauen und ökologisch Wohnen

Nicht nur in den skandinavischen Ländern ist Holz ein beliebter Baustoff beim Bau eines Wohnhauses. Auch in Deutschland gibt es immer mehr Menschen, die sich für ein ökologisches Blockhaus entscheiden. Der Trend geht beim Hausbau zunehmend zu mehr Nachhaltigkeit, so dass Blockhäuser aus Holz sehr beliebt sind. Hier gelingt es für Bauherren entweder ein Fertighaus oder ein individuelles Blockhaus zu bauen. Die Möglichkeiten beim Bau von Blockhäusern scheinen fast grenzenlos zu sein und zeichnen sich vor allem durch seine gemütliche und naturverbundene Optik aus. Holz dient dabei als überaus guter Werkstoff beim Hausbau. Denn beim Hausbau aus Holz gelingt es für eine hervorragende Wärmedämmung zu sorgen. Die Wärmedämmung ist im Vergleich zu anderen Bauarten auch mit einer geringeren Wandstärke weiterhin sehr gut, so dass die natürlichen Dämmeigenschaften des Holzes einen großen Pluspunkt darstellen. So wird es möglich mit Holz zu bauen und damit den Klimaschutz voranzutreiben. Denn beim Wohnen in Blockhäusern gelingt es eine Menge Heizenergie zu sparen und damit für einen umweltfreundlichen Wohnraum zu sorgen. Anders als Stein hat Holz eine sehr warme Oberflächentemperatur und kann Wärme deutlich besser speichern, so dass sich hier ein deutlich besseres Wohnklima ergibt.

Natürliche Wärmedämmung beim Holzhausbau

Durch moderne Montagetechniken gelingt es bei der Blockhausbauweise den Heizbedarf zusätzlich zu reduzieren. Dabei gelingt es die Bauelemente aus Holz schon weit vorzubereiten, so dass sie passgenau ineinanderpassen. So gelingt es Zugluft zu vermeiden und die Dämmleistung deutlich zu erhöhen. Eine Vielzahl von Differenzdruckmessungen haben Blockhäusern eine hervorragende Luftdichtheit bestätigt, so dass deutlich weniger Heizwärme nach draußen gelangt und Kälte im Winter nicht in das Haus einzieht.

Hervorragender Wohnraum für Allergiker

Anders als andere Baustoffe kann Holz ‚atmen‘, wodurch die Raumluftfeuchtigkeit im Wohnraum positiv beeinflusst werden kann. Hier können vor allem Allergiker profitieren. Denn bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit im Wohnraum gelingt es dem Holz die Feuchtigkeit aus der Luft zu absorbieren und nach draußen zu führen. Das einmalige Wohnklima in Blockhäusern wird von vielen Hausbewohnern als sehr entspannend und wohltuend bezeichnet. So ist auch die Wohngesundheit in Holzhäusern ein klarer Pluspunkt, der Menschen mit Lungenerkrankungen klar in die Karten spielt. Demnach gelingt es vor allem gesund in Holzhäusern zu wohnen, wodurch die Lebensqualität deutlich gesteigert wird.

Innenausstattung eines Blockhauses ökologisch gestalten

Um nicht nur den Hausbau klimafreundlich und ökologisch zu gestalten, sondern auch den Wohnraum ressourcenschonend herzurichten, sollte man die Maßstäbe beim Hausbau auch beim Innenausbau fortführen. So gelingt es Bodenbelägen, Treppen, Terrassen und Farben ebenso ökologisch zu wählen, wodurch der Wohnkomfort deutlich steigt. Durch natürliche Materialien wird es möglich den Wohnraum deutlich nachhaltiger zu gestalten, wodurch sich nicht nur mehr Gemütlichkeit ergibt, sondern auch die Wohngesundheit enorm verbessern lässt.

Blockhaus mit Solar- und Photovoltaik-Anlagen ausstatten

Um das Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz beim Hausbau richtig abzurunden, ist es empfehlenswert auf eine nachhaltige Energiequelle zu setzen. Energieautarke Häuser stehen bei immer Häuslebauern im Fokus. Durch Solar- und Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach gelingt es nicht nur die Ökobilanz eines Wohnhauses deutlich zu verbessern, sondern auch langfristig viel Geld zu sparen. Mit Wärmerückgewinnungssystemen, einer Photovoltaik-Anlage und einer kontrollierten Lüftung wird es möglich die Energiebilanz des Eigenheims bestmöglich zu gestalten.

Fördermöglichkeiten beim energieeffizienten Hausbau

Der Bau eines ökologischen Wohnhauses wird nicht nur mit einer Menge Wohnkomfort belohnt, sondern auch mit staatlichen Fördergeldern. Demnach sollte man sich bei verschiedenen energieeffizienten Maßnahmen beim Hausbau über den Anspruch möglicher Fördermittel informieren. So gibt es sowohl bei der Nutzung von erneuerbaren Energien, als auch beim Hausbau mit hoher Energieeffizienz einige Fördermöglichkeiten, welche Häuslebauern oftmals sehr gelegen kommen.

Wie Deutschland bis 2050 klimaneutral wird

Deutschland soll nach Verabschiedung des Klimschutzgesetzes bis 2050 klimaneutral werden. Die von Prognos, Öko-Institut und Wuppertal Institut erstellte Studie „Klimaneutrales Deutschland“ zeigt erstmals, wie Deutschland dieses Ziel erreichen kann. Klimaneutral bedeutet dabei, dass die Treibhausgasemissionen in allen Bereichen vollständig oder fast vollständig vermieden werden.

Eine Reduktion der Treibhausgase in Deutschland bis zum Jahr 2030 um 65 Prozent und Klimaneutralität bis 2050 sind machbar und technisch umsetzbar. Dies zeigt die Studie „Klimaneutrales Deutschland“ auf, deren Ergebnisse jetzt vorgestellt wurden. Darin haben Prognos, Öko-Institut und Wuppertal Institut im Auftrag von Agora Energiewende und Agora Verkehrswende sowie der Stiftung Klimaneutralität in verschiedenen Szenarien untersucht, mit welchen konkreten Maßnahmen Deutschland bis zum Jahr 2050 seine Treibhausgasemissionen auf null senken kann.

Gebäudesektor soll bis 2050 klimaneutral werden

Im Gebäudesektor entstehen die Emissionen hauptsächlich bei der Erzeugung von Raumwärme und Warmwasser. In den betrachteten Szenarien steigt die jährliche Sanierungsrate im Vergleich zu heute um etwa 50 Prozent auf rund 1,6 Prozent. Gleichzeitig wird die Qualität (Sanierungstiefe) der eingesetzten Bauteile gesteigert. Der Verbrauch für Raumwärme und Warmwasser verringert sich im Szenario bis 2050 um 36 Prozent gegenüber 2018. Die verbleibende Wärme wird weitestgehend CO2-neutral erzeugt. Die Zahl der Wärmepumpen erhöht sich von aktuell rund einer Million auf sechs Millionen in 2030 und auf 14 Millionen im Jahr 2050. In urbanen Gebieten steigt die Bedeutung der Wärmenetze stark an; die Nachfrage nach Fernwärme verdoppelt sich im Zeitraum 2018 bis 2050.

Klimaneutral Bauen
Klimaneutral Bauen und Wohnen in einem klimafreundlichen Holzhaus / Holzfertighaus

Der Neubau von Gebäuden muss klimaneutral werden

Bei den Förderanträgen von Neubauvorhaben von KfW-Effizienzhäusern wird in allen Effizienzklassen eine starke Zunahme verzeichnet. Der größte prozentuale Anstieg liegt bei dem KfW-Effizienzhaus 40 Plus, wo hingegen die mit Abstand höchste Anzahl an Förderanträgen bei den KfW-Effizienzhäusern 55 erreicht wird. Die Kluft ist besonders groß bei der Förderung im Neubau: Dort entsprechen 74 Prozent der geförderten Maßnahmen dem Effizienzhausstandard KfW-55. Zur Erreichung eines klimaneutralen Gebäudebestands muss der Wärmebedarf aber deutlich stärker sinken. Beispielsweise zeigt das im Jahr 2020 veröffentlichte Szenario „Klimaneutrales Deutschland, dass der Heizwärmebedarf sowohl bei Ein- oder Zweifamilienhäuser als auch beim Mehrfamilienhaus bei Neubauten auf rund 25 Kilowattstunden Energie pro Quadratmeter und Jahr (kWh/m²a) sinken muss, was im Mittel in etwa dem KfW-Effizienzhaus-Standard 40 oder besser ein Plus-Energie-Haus KfW 40 plus im Neubau entspricht. Zur Erklärung: Je kleiner der Wert des KfW-Effizienzhauses ist, desto geringer ist der Energiebedarf der Immobilie.

Quellen: Prognos, Öko-Institut, Wuppertal Institut, Studie „klimaneutrales Deutschland“.

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