Landes-Bauminister setzen auf Holz als Baustoff

Holz als Baustoff steht hoch im Kurs bei der Politik um die gesetzten Klimaziele in Deutschland zu erreichen. Bauen mit Holz soll künftig einfacher werden. Bauanträge sollen digital abgewickelt werden. Es geht auch um eine Anpassung der Bauordnung. Das sind einige der Ziele, die sich die Politiker auf der Bauministerkonferenz in Norderstedt (Kreis Segeberg) Ende September 2019 gesetzt haben.

Auf der Konferenz ging es den Bauministern der Bundesländer darum, wie das Bauen der Zukunft aussehen könnte – wie zum Beispiel günstiger und klimafreundlicher gebaut werden kann. Dabei kommt man am Baustoff Holz nicht mehr vorbei. Holz hat als einziger Baustoff die Fähigkeit das CO2 aus der Luft zu filtern und den Kohlenstoff einzulagern. Deshalb spricht man vom co2-neutralen Bauen mit Holz.

CO2-Bilanz verbessern durch mehr Holzhäuser

Die Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) fordert die Bundesländer auf, die Brandschutzvorschriften für Holzbauten zu lockern. Holz als Baustoff helfe dem Klima, denn eine stärkere Nutzung von Holz beim Bauen bindet langfristig CO2. Klöckner in einem Interview: „Es gibt noch rechtliche Hürden und Hindernisse, die aufgrund innovativer Entwicklungen im modernen Holzbau nicht mehr gerechtfertigt sind. Der Brandschutz zum Beispiel. Einige Bundesländer sind noch skeptisch. Sie sollten ihre Zweifel ablegen und ihre Bauvorschriften gemessen am heute erreichten Stand der Holzbautechnik anpassen. Auch für so genannte Hybridbauten.

Holz als Baustoff
Holz als Baustoff überzeugt als CO2-Speicher. Foto: Sonnleitner Holzbauwerke

Die Bauminister beschlossen, dass Holz als Baustoff jetzt bis zu einer Höhe von 21 Metern eingesetzt werden darf. Bisher war bei einer Gebäudehöhe von 13 Metern Schluss. Der Grund: Brandschutz. Nun soll Holz künftig auch an Stelle feuerbeständiger Bauteile eingesetzt werden, soweit die Baubestimmungen das zulassen. Die Musterbauordnung soll nun dementsprechend angepasst werden. Die Bauminister wollen mit dem Holzbau Kosten senken und die CO2-Bilanz verbessern.

Holz als Baustoff ist auf dem Vormarsch in Deutschland mit Holzfertighäusern

Laut statistischem Bundesamt wurden 2018 deutschlandweit rund 108.000 Wohnhäuser fertiggestellt. Knapp jedes Fünfte davon ist ein Fertighaus mit Holz. In den vergangenen zehn Jahren hat der Holzhaus-Bau um knapp 50 Prozent zugelegt. Spitzenreiter bei der Holzbauquote ist Baden-Württemberg mit über 30%, gefolgt von Bayern mit 21,4 %. Aber auch im hohen Norden erfreuen sich Holzgebäude beachtlicher Beliebtheit. In Schleswig-Holstein beispielsweise erreichen sie einen Anteil von 16,4%.

 

Mehr Holzbau für den Klimaschutz

In einem Positionspapier des Arbeitskreises Holzbau im Bund Deutscher Architekten BDA, Landesverband Berlin e.V. wird entschieden auf die Begriffe Klimawandel und Klimakrise Stellung bezogen. Der Verband bezieht eindringlich Stellung für den Holzbau, um der drastischen Klimasituation und der dringenden Wohnraumschaffung Rechnung zu tragen.

Darin heißt es: „Wir befinden uns in einer Klimakatastrophe. Wir Menschen sind für die Erderwärmung, den Meeresspiegelanstieg, die globale Umweltverschmutzung und das dramatische Artensterben verantwortlich.“ Weiter wird darin ausgeführt: „Die Prognosen für das Leben in der Zukunft sind beängstigend! Ökosysteme werden ausgelöscht, ganze Kontinente unbewohnbar. Die gesellschaftlichen und humanitären Herausforderungen sind enorm. Jeder Einzelne wird dies zu spüren bekommen.

CO2-Ausstoß der Betonherstellung belastet Umwelt

Allen ist klar, dass das nur durch die drastische Begrenzung der Emissionen, insbesondere des CO2-Ausstoßes, erreicht werden kann. In den Industrieländern werden bis zu 40 Prozent der Treibhausgasemissionen durch Gebäude und Gebäudetechnik verursacht. Allein die Betonherstellung ist für bis zu 8 Prozent des globalen CO2-Ausstoßes verantwortlich.

Das Bauen und das Wohnen sind in erschreckend hohem Maße für den Verbrauch von Ressourcen und Energie verantwortlich. Der Anteil am Gesamtenergieverbrauch liegt bei bis zu 60 Prozent! Hinzu kommt ein Anteil von über 40 Prozent am Gesamtmüllaufkommen. Auch der Sandverbrauch zur Betonherstellung ist ein weltweit unterschätztes Problem. Küsten und Flussläufe werden ausgebaggert, der natürliche Küstenschutz wird zerstört – ein Irrsinn angesichts steigender Meeresspiegel.

Klimaschutz
Deutschland investiert in den nachwachsenden Klimaschutz

Der Bund Deutscher Architekten fordert entschieden zu mutigem und klarem Handeln auf. Wir sehen uns gemeinsam mit der Baubranche, den Architekten und Stadtplanern, den Entscheidern in der Politik und den Behörden in der dringenden Verpflichtung, Verantwortung zu übernehmen – auch und vor allem gegen Widerstände der Bremser und Zweifler. Architekten und Stadtplaner haben die gesellschaftliche Verantwortung, eine Zukunft zu entwerfen, die für unsere Kinder bewohnbar bleibt.
Wir sollten den Einsatz klimabelastender Baustoffe wie Beton öfter kritisch hinterfragen. Der Verbrauch von Primärenergie und fossilen Ressourcenmuss dramatisch reduziert werden.

Es ist keine Lösung, schlecht gedämmte Häuser in Korsagen aus Styropor-Dämmplatten zu zwängen. Derart unsinnige Baustoffe werden aus Rohölprodukten hergestellt und müssen eines Tages als Sondermüll teuer entsorgt werden.

Holz als Kohlendioxidspeicher ist beim Klimaschutz klar im Vorteil

Wir vom BDA fordern, das Bauen mit Holz als eines der wichtigsten Lösungskonzepte umfassend zu etablieren – und vor allem: zu fördern! Holz ist „der“ klimaschonende Baustoff der Zukunft, der hilft, die Erderwärmung und somit den Klimawandel zumindest zu verlangsamen. Gebäude müssen selbst zum Kohlendioxidspeicher werden, für eine nachhaltige Zukunft des Bauens stehen und nicht als Klimakiller in die Städte hineinbetoniert werden. Die Vorteile zum Holzhaus bauen überwiegen bei Weitem.

Nur der Einsatz von nachwachsenden und erneuerbaren Rohstoffen in smarten Gebäudekonzepten kann einen Beitrag zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen leisten. Holz ist hierzulande ausreichend vorhanden. Durch eine nachhaltige Forstwirtschaft steht es auch in Zukunft zur Verfügung. Auch der Naturwaldanteil muss gesteigert werden – Wälder in die wenig oder gar nicht eingegriffen wird, sind für unser Ökosystem als CO2-Speicher von großer Bedeutung, dennoch bleiben sie nutzbar und erzeugen sogar Holz in höherer Qualität, bei längeren Nutzungszyklen.

Mehrgeschossiges Bauen mit Holz für mehr öffentliche Bauten

Die Voraussetzungen für das mehrgeschossige Bauen mit Holz sind baurechtlich längst gegeben und in Berlin seit März 2018 in der Bauordnung verankert. Auch die Anforderungen an den Brandschutz sind gewährleistet. Die öffentliche Hand sollte dringend beispielhaft zum Umdenken beitragen und bei Landesbauten wie Schulen, Kindertagesstätten, Verwaltungs- und Kommunalbauten und geförderten Wohnungsbauten auf das Bauen mit Holz setzen.

Auch beim Bauen im Bestand sollte Holz das Material der Zukunft sein. Die holzverarbeitenden Branchen der gesamten Region Berlin-Brandenburg – von Kleinstbetriebenüber mittelständische Unternehmen bis hin zur großindustriellen Fertigung – werden vom Wachstum profitieren und eine neue Baukultur mitgestalten.“

Grüne wollen ab 2050 nur noch Öko-Wälder

Die Grünen fordern, dass es ab dem Jahr 2050 die Wälder in Deutschland nur noch ökologisch bewirtschaftet werden. „Wie auch in der Landwirtschaft wollen und brauchen wir mehr Öko im Wald, zum Schutz des Klimas, der Artenvielfalt und der Umwelt.“ Trotz der enormen Bedeutung des Waldes für die Artenvielfalt und den Klimaschutz werden jährlich Wälder von der Größe Polens weltweit abgeholzt. Gleichzeitig bedroht die Klimakrise unsere heimischen Wälder in ihrer Existenz.

Wälder sind starke Verbündete im Klimaschutz. Sie sind vielfältige Lebensräume und riesige Kohlenstoffspeicher, die geschützt werden müssen, die aber auch nachhaltig genutzt werden können. Dazu gehöre unter anderem, Stämme einzeln und mit bodenschonenden Verfahren zu ernten, heißt es in einem Aktionsplan der Bundestagsfraktion. Für heute hatten die Grünen zu einer Konferenz zum Waldschutz eingeladen.

Öko-Wälder
Grüne fordern für das Bauen mit Holz ab 2050 Öko-Wälder

«Wir wollen Baumarten, die an dem Standort auch natürlich vorkommen würden, sowie ein Verbot von gentechnisch veränderten Bäumen», schreiben Fraktionschef Anton Hofreiter und mehrere Abgeordnete. «Pestizideinsätze in Wäldern müssen Ultima Ratio für streng begrenzte außergewöhnliche Notfälle bleiben.» Es solle nur so viel Wild im Wald leben, dass neue Bäume keinen Extra-Schutz brauchen. Invasive Arten, die die natürliche Waldentwicklung störten, müssten bekämpft werden.

Der Öko-Wald bringe nicht nur Vorteile für die biologische Vielfalt, sondern auch für die Holzwirtschaft, weil die für höhere Stabilität, Widerstandskraft und eine bessere Holzqualität sorge. Weiter fordern die Grünen einen «Waldzukunftsfonds» von einer Milliarde Euro über zehn Jahre, um den Umbau von Monokulturen zu Öko-Wäldern zu fördern. Nur gesunde, stabile und vielfältige Wälder könnten den Herausforderungen des Klimawandels begegnen, schreiben sie.

Mit einem «Holzsparplan» wollen die Grünen erreichen, dass mit Papier und Holzprodukten sparsamer umgegangen wird. «Wir wollen das Bauen mit Holz erleichtern und auch Chancen der Digitalisierung insbesondere zur Senkung des Papierverbrauchs nutzen», heißt es im Aktionsplan. International müsse Deutschland sich «mit einer Kettensägenbremse» für den Schutz des tropischen Walds einsetzen.

Baden-Württemberg beschleunigt den Wohnungsbau

Die Landesregierung hat Eckpunkte für eine Wohnraumoffensive im Wohnungsbau und zur Änderung der Landesbauordnung beschlossen. Es geht um wichtige Anreize, den Wohnungsbau im Land weiter nachhaltig anzukurbeln. Insbesondere der „Kommunalfonds Wohnraumoffensive BW“ ist entscheidend einen für zügigen Bau von bezahlbaren Wohnungen. „Mit auf den Weg gebrachten Maßnahmen stärken wir die Akteure, die bezahlbares Wohnen umsetzen, aktivieren gezielt Flächen dafür und fördern innovative Ideen“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

Wirtschafts- und Wohnungsbauministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut betonte: „Angesichts der großen Wohnungsnot brauchen wir neue und innovative Ansätze zur Schaffung von mehr Wohnraum.  Mit der Novellierung der LAndesbauordnung (LBO) setze das Land darüber hinaus eine Vielzahl von Empfehlungen der Wohnraum-Allianz um und schaffe damit zusätzliche Anreize, um den Wohnungsbau zu beschleunigen.

Kommunalfonds Wohnraumoffensive BW soll den Wohnungsbau ankurbeln. Der Kommunalfonds Wohnraumoffensive BW setzt sich aus drei Bausteinen zusammen: Eine neue Förderlinie „Wohnungsbau BW – kommunal“, ein Grundstücksfonds sowie ein Kompetenzzentrum Wohnen.

Novellierung der LBO Baden-Württemberg für den Wohnungsbau im Bereich Holzbau

Der Ministerrat hat Ende Mai 2019 die Einbringung eines Gesetzentwurfs zur Änderung der Landesbauordnung in den Landtag beschlossen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann: „Mit der Neufassung gelingt es, das Bauen zu vereinfachen und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen. Wir setzen ökologische Impulse, indem wir den Einsatz von Holz als Baustoff und die nachträgliche Wärmedämmung erleichtern.

Auch flächenschonende Aufstockungen von bestehenden Gebäuden zur Schaffung von Wohnraum werden einfacher ermöglicht und wir gehen einen wichtigen Schritt in Richtung nachhaltiger Mobilität, indem wir Regelungen zu Leerrohren und Ladesäulen für Elektrofahrzeuge vorsehen.“

Wohnungsbau
Baden-Württemberg schafft mit der Wohnraumoffensive Potentiale für den Wohnungsbau und die Kommunen, Foto: Huber&Sohn

Auszugsweise einige Änderungen bei der Novellierung der Landesbauordnung Baden-Württemberg zur Verwendung beim Baustoff Holz:

  • Ermöglichung dickerer Wärmedämmung im Gebäudebestand (Paragraf 5 Absatz 6 Satz 2 LBO): Die nachträgliche Wärmedämmung eines bestehenden Gebäudes soll bei der Berechnung der Abstandsflächentiefen außer Betracht bleiben, wenn sie einschließlich der Bekleidung nicht mehr als 0,30 Meter vor die Außenwand tritt. Zusätzlich soll eine Dacherhöhung bei nachträglicher Dämmung des Daches abstandsflächenrechtlich ermöglicht werden.
  • Geringere Abstandsflächen bei urbanen Gebieten (Paragraf 5 Absatz 7 Nummer 2 LBO): Für neu geschaffene urbane Gebiete werden die geringeren Abstandsflächen verlangt, die in Kerngebieten Anwendung finden. So wird eine verdichtete Bebauung möglich.
  • Erleichterung der Aufstockung zur Schaffung von Wohnraum (Paragraf 35 und 37 LBO): Durch Aufstockungen oder ähnliche Maßnahmen (Anbau, Ausbau, Nutzungsänderung, Wohnungsteilung) sollen keine neuen Anforderungen an die Barrierefreiheit im Gebäude und die Anzahl von Fahrrad- und Kfz-Stellplätzen ausgelöst werden.
  • Erleichterung beim Holzbau (Paragraf 26 Absatz 3 LBO): Die Erleichterungen für den Holzbau (seit 2015 in der LBO) sollen in Bezug auf das Erfordernis der Rauchdichtigkeit der Gebäudeteile so gefasst werden, dass die Vorschrift in der Baupraxis besser anwendbar ist. Keine Bevorzugung, sondern ein Ausgleich der bisherigen Benachteiligung des Baustoffes Holz.
  • Förderung des vereinfachten Baugenehmigungsverfahrens (Paragraf 51 Absatz 5 LBO): Für kleinere Wohngebäude (Gebäudeklassen 1 bis 3 = Gebäude bis sieben Meter Fußbodenhöhe des obersten Geschosses) steht nur noch das vereinfachte Baugenehmigungsverfahren zur Verfügung.

Deutscher Holzbaupreis 2019 würdigt Baustoff Holz

Am 28. Mai 2019 findet die Preisverleihung zum deutschen Holzbaupreis 2019 anlässlich der Weltleitmesse Ligna in Hannover statt. Eine 15köpfige unabhängige Jury unter Vorsitz von Prof. Dr. Werner Sobek tagte am 27. Februar 2019 in Hannover und hat aus den zahlreichen Einreichungen in den Kategorien „Neubau“, „Bauen im Bestand“ sowie „Komponenten und Konzepte“ würdige Preisträger ermittelt.

Der Branchenpreis der deutschen Forst- und Holzwirtschaft wird ausgelobt durch Holzbau Deutschland – Bund Deutscher Zimmermeister im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes, Berlin in Zusammenarbeit mit

– Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat
– BauNetz Media GmbH, Berlin
– BDB Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure e.V., Berlin
– Deutsche Messe AG, Hannover
– Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V., Berlin
– Deutscher Holzfertigbau-Verband e.V., Ostfildern
– Gesamtverband Deutscher Holzhandel e.V., Berlin
– Holzbau Deutschland Leistungspartner, Berlin
– Informationsverein Holz e.V., Düsseldorf
– Studiengemeinschaft Holzleimbau e.V., Wuppertal
– Verband der Deutschen Holzwerkstoffindustrie e.V., Berlin

Der deutsche Holzbaupreis kürt den umweltfreundlichen Rohstoff Holz

Der Deutsche Holzbaupreis zeichnet realisierte Gebäude und Gebäudekomponenten aus, die überwiegend aus Holz und Holzwerkstoffen sowie weiteren nachwachsenden Rohstoffen bestehen. Vorrangiges Ziel ist es, die Verwendung und Weiterentwicklung des ressourcenschonenden, umweltfreundlichen und nachhaltigen Baustoffes zu fördern. Die einzureichenden Bauwerke sollen von hoher gestalterischer Qualität sein. Sie entsprechen im Sinne der Nachhaltigkeit umweltfreundlichen und ressourcenschonenden Aspekten.

Deutscher Holzbaupreis
Deutscher Holzbaupreis 2019 wird auf der Weltleitmesse Ligna in Hannover vergeben

In die Bewertung wird auch der Lebenszyklus der Bauwerke hinsichtlich ihrer Energieeffizienz, Wirtschaftlichkeit in Betrieb und Unterhalt bis hin zur Recyclingfähigkeit einbezogen. Bauwerke und Gebäudekomponenten sollen insgesamt ein zukunftsweisendes Gesamtkonzept darstellen.

Bauen im Bestand
Umbauten, Aufstockungen oder energetische Sanierungen eines vorhandenen Bauwerks.
Jede Gebäudeart und -nutzung ist zugelassen.

Neubau
Anbauten, Einzelbauwerke, Gebäudegruppen oder Ingenieurbauwerke. Jede Gebäudeart
und -nutzung ist zugelassen.

Komponenten / Konzepte
Bauprodukte, Bausysteme oder innovative Planungs- und Baukonzepte im Kontext des Holzbaus. Sie übertreffen den gegenwärtigen Stand der Technik und stellen eine zukunftsweisende Weiterentwicklung dar. Der Entwicklungsansatz hat eine spätere breite Anwendung zu berücksichtigen und damit neue Potenziale zur Umweltentlastung zu erschließen.

Deutsche Holzbaupreis 2019:

Programm Preisverleihung, Dienstag, 28. Mai 2019, 16 -18 Uhr, Halle 11, Stand D87
auf der LIGNA in Hannover, LIGNA – Weltleitmesse für Werkzeuge, Maschinen und Anlagen zur Holzbe- und -verarbeitung

Mit Keitel Haus eine moderne platzsparende Stadtvilla bauen

Wer in der Stadt ein Haus bauen möchte, hat häufig ein Problem: Die Grundstücke sind klein, die Hausträume groß. Der baden-württembergische Fertighaus-Hersteller Keitel Haus bietet mit dem „Stadthaus 150“ die Lösung für Bauherren mit geringer Grundstücksgröße. Dank zwei Vollgeschossen bietet sich auf einer Fläche von 9,5 x 9,5 Metern genug Wohnraum für eine vierköpfige Familie mit modernen Ansprüchen.

Stadthäuser erfreuen sich bei Baufamilien nach wie vor großer Beliebtheit. Dies nicht ohne Grund, bieten sie doch dank zweigeschossiger Bauweise die Möglichkeit, auf kleiner Fläche viel Wohnraum zu schaffen.  Das moderne Stadthaus von Keitel Haus überzeugt durch die kompakte Bauweise.

Stadtvilla für eine vierköpfige Familie mit 151 qm² von Keitel Haus

Die architektonischen Elemente sprechen eine klare Sprache: schlichte Linien, markante Fenstergestaltung, französische Balkone mit Edelstahlgeländern und ein flaches Zeltdach werden durch Hell-Dunkel-Kontraste harmonisch zusammengefügt. Ein Hingucker ist der kubische Anbau mit Holzfassade, der dem Haus mit einer Gesamtwohnfläche von rund 151 Quadratmetern einen speziellen Charakter verleiht.

Keitel Haus
Für enge Bauplätze in der Stadt und auf dem Land bestens geeignet: Stadtvilla von Keitel Haus

Das Erdgeschoss misst rund 82 Quadratmeter. Hier haben WC, Hauswirtschaftsraum und ein offen gestalteter Wohnraum mit Essbereich, Küche und Speisekammer Platz. Die bodentiefen Fenstertüren ermöglichen mehrere Zugänge zur Terrasse und bieten vom Sofa aus einen Blick nach draußen.

Die hohe Wohnqualität setzt sich auch im knapp 70 Quadratmeter großen Obergeschoss des „Stadthaus 150“ fort. Zwischen den beiden Kinderzimmern liegt ein Dusch-WC. Die Eltern haben in ihrem Trakt Anschluss an den Balkon und gelangen über ein Ankleidezimmer ins Badezimmer mit Doppelwaschtisch, Badewanne und Nischen für Toilette und bodengleiche Dusche.

Keitel Haus mit Stadthaus 150 zum Traumhauspreis 2019 nominiert

Am 9. Mai 2019 wird in Frankfurt zum 8. Mal der Deutsche Traumhauspreis verliehen. Insgesamt 50 Fertighaushersteller aus Deutschland bewarben sich um den begehrten Preis, der von Europas größtem Immobilien-Magazin BELLEVUE und Wohnglück dem Kundenmagazin der Bausparkasse Schwäbisch Hall, verliehen wird. Schirmherr ist erneut der Bundesverband Deutscher Fertigbau. Die 23. Wahl der schönsten Fertig- und Massivhäuser läuft gerade auf Hochtouren. Keitel Haus darf sich über die Nominierung seines Stadthauses 150 in der Kategorie Familienhäuser freuen.

Weitere Hausbeispiele von Keitel Haus gibt es auf dem Ratgeber Portal für Holzhäuser – Holzbauwelt.de.

Fertighäuser im Bauhaus-Stil erleben Renaissance

Der berühmte Bauhaus-Stil prägte weltweit eine ganz Epoche in der Architektur. Walter Gropius gründete 1919 in Weimar das Bauhaus – eine neue Kunstschule, die Leben, Handwerk und Kunst unter einem Dach vereinen sollte.  Der gebürtige Berliner stammte aus großbürgerlichen Verhältnissen. Sein Großonkel war der Architekt Martin Gropius, ein Schüler Karl Friedrich Schinkels. Das bekannteste Werk von Martin Gropius war das Königliche Kunstgewerbemuseum in Berlin, das heute seinen Namen trägt.

Herkunft und Werdegang prädestinierten ihn dazu, schon als junger Mann zu den Vordenkern einer neuen Architektengeneration zu gehören. Nach dem Abbruch seines Architekturstudiums in München und Berlin trat Gropius 1907 in das Büro des angesehenen Architekten und Industriedesigners Peter Behrens ein. Behrens war bis Kriegsausbruch Chefdesigner der AEG-Produkte aus dem Großunternehmen der Familie Rathenau. Auch andere später ebenfalls berühmt gewordene Architekten begannen in Behrens‘ Büro ihre Karrieren wie Ludwig Mies van der Rohe und Le Corbusier. Im selben Jahr wurde Gropius Mitglied des Deutschen Werkbundes, in dem Künstler, Industrielle und Kulturpolitiker an der Synthese von Kunst und industriellen Fertigungsmethoden arbeiteten.

Bauhaus-Stil
Ein Holz-Fertighaus bauen im Bauhaus-Stil von Sonnleitner Holzbauwerke

100 Jahre Bauhaus-Stil werden 2019 weltweit gefeiert

Unter dem Motto „Die Welt neu denken“ haben sich die drei sammlungsführenden Bauhaus-Institutionen in Berlin, Dessau und Weimar mit elf Bundesländern sowie dem Bund zum „Bauhaus Verbund 2019″ zusammengetan, um das Jubiläum gemeinsam zu feiern. Dessau ist die Stadt, mit der das Bauhaus am stärksten verbunden ist. Hier hat die Hochschule am längsten gewirkt und zwischen 1925 und 1932 ihre Blütezeit erlebt. Und hier haben alle drei Bauhausdirektoren, Walter Gropius, Hannes Meyer und Mies van der Rohe, gelebt und gearbeitet. Die Zeit war zugleich die Hochphase der Bauhaus-Architektur, weshalb in Dessau-Roßlau auch die meisten Bauhaus-Bauten zu finden sind. Das Bauhaus-Gebäude, die Meisterhäuser und die Laubenganghäuser gehören heute zum UNESCO Welterbe.

Das Bauhaus als Holz-Fertighaus

Viele Fertighaus-Hersteller in Deutschland haben sich dem Bauhaus-Stil gewidmet und Häuser in der Bauhaus-Architektur für ihre Kunden entwickelt. Damit lebt der Bauhaus-Stil in modernen und energieeffizienten Fertighäusern in Holzbauweise weiter. Das Holzhaus als Bauhaus überzeugt mit einer klaren Formensprache, profitiert von einer sehr guten Wärmedämmung und verbrauchsarmer Energietechnik. Holzhäuser überzeugen durch den nachwachsenden und klimaneutralen Baustoff Holz.

Bauen mit Holz in Baden-Württemberg hat Zukunft

Die Holzbau-Offensive der Landesregierung sorgt für das Bauen mit Holz in Baden-Württemberg. Grüne und CDU sind sich einig: Bauen mit Holz soll stärker in den Mittelpunkt gerückt werden als bisher. Der baden-württembergische Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk (CDU), stellte die Holzbau-Offensive auf der 40. Fachtagung Holzbau in Stuttgart vor.

Ein Statement für den modernen Holzbau lieferte der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, vor anwesenden Architekten und Bauingenieuren anlässlich der Fachtagung Holzbau Baden-Württemberg bei der Vorstellung der Holzbau-Offensive. In seinem Grußwort betonte Kretschmann, „dass es wichtig sei, die Städte nachhaltig zukunftsfest zu machen, bezahlbaren Wohnraum in Ballungsräumen zu schaffen sowie die ländlichen Regionen weiter zu stärken, dabei gleichzeitig den Klimaschutz zu verbessern sowie die Ressourceneffizienz zu steigern. Das sind Zukunftsaufgaben, die es in den nächsten Jahren anzugehen gilt!“

Ministerpräsident in Baden-Württemberg setzt auf Bauen mit Holz

Kretschmann weiter in seinen Ausführungen zur Holzbau-Offensive: „Bauen mit Holz kann bei der Bewältigung dieser Herausforderungen eine bedeutende Rolle einnehmen. Holz ist der einzig nachwachsende Baustoff. Holzbau kann sowohl im größer dimensionierten Mietwohnbau als auch im Rahmen der Verdichtung rasche und qualitätsvolle Lösungen anbieten. Durch seine gute Ökobilanz hat Bauen mit Holz eine wichtige Bedeutung für den Klimaschutz.“ Die Holzbau-Offensive in Baden-Württemberg trägt dem Rechnung.

Bauen mit Holz
Bauen mit Holz in Baden-Württemberg durch Holzbau-Offensive

„Das in Bauwerken verarbeitete Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft entzieht der Atmosphäre klimaschädliches Kohlendioxid und speichert es langfristig. Deshalb setzt sich die Landesregierung im Rahmen des Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzepts (IEKK) entschlossen dafür ein, den Anteil der Holzverwendung im Bauwesen weiter zu steigern und so die ökologische Modernisierung von Baden-Württemberg weiter voranzubringen.“ Darüber hinaus schafft die holzbaufreundliche baden-württembergische Landesbauordnung gute Voraussetzungen für das Bauen mit Holz, so Kretschmann – auch im mehrgeschossigen Holzbau.

Die Politik des Landes greift diese Entwicklung mit ihrer Holzbau-Offensive auf und setzt weitere Impulse. Holzbauweisen kommen in nahezu allen Bereichen des Hoch- und Ingenieurbaus zum Einsatz, unter anderem im Wohnungsbau, Büro- und Verwaltungsbau, Gewerbe- und Industriebau. Im Unterschied zur klassischen Holzbauweise kommen bei der mehrgeschossigen Holzhybridbauweise bei den wesentlichen Tragelementen neben Holz auch andere Baustoffe zum Einsatz die spezifischen Vorteile der verwendeten Baustoffe werden kombiniert. Bauen mit Holz hat Zukunft.

Lebensraum Holz baut energieeffiziente Holzhäuser

Gesunde und energieeffiziente Passivhäuser in Holzbauweise bauen ist das Credo der Passivhausspezialisten von Lebensraum Holz aus dem Chiemgau. Unter der Führung eines jungen und innovativen Geschäftsführerteams vereinigen sich alle erforderlichen Fachplaner und Fachunternehmersparten, exklusiv auf das Produkt „Gesundes Passivhaus“ ausgerichtet. Aufgrund eigener positiver Vorerfahrungen der Holzbau-Gründer haben sie sich frühzeitig auf den Bau von Passivhäusern spezialisiert.

Den Firmengründern von Lebensraum Holz aus Bad Aibling ist eines gemeinsam: nachhaltige, wertvolle Produkte schaffen, das gesundes Wohnen ermöglicht, Ressourcen effizient einsetzt und Menschen zufrieden stellt. Für eine Mehrzahl der bisherigen Kunden von Lebensraum Holz gilt: Sie sind Individualisten, verwirklichen mit einem Haus von Lebensraum Holz eigene Vorstellungen, realisieren die persönliche Idee vom wohngesunden Leben und nachhaltigen Handeln.

„Das Schöne an unserer Arbeit ist“ und das betonen alle drei Geschäftsführer von Lebensraum Holz, die Herren Brandl, Hartmann und Zimmermann: „Wir schaffen etwas Sinnvolles. Unsere Kunden sind zufrieden. Wir sind überall gern gesehen und haben unsere Ideale in den vergangenen 20 Jahren nie aufgegeben. Das macht uns authentisch und erfolgreich.“

Lebensraum Holz
Energieeffiziente und wohngesunde Holzhäuser von Lebensraum Holz aus Bad Aibling

Faszinierend schöne wohngesunde Holzhäuser bauen

Lebensraum Holz steht für hochwertige Passivhaus-Konzepte unter Verwendung ökologisch einwandfreier Baustoffe. Damit wird den Baufamilien eine gesunde, schadstofffreie Gebäudehülle garantiert. Bauherren mit höchsten Ansprüchen an Architektur, Qualität und Wohnkomfort vertrauen daher auf deren Erfahrung von der Planung bis zur Schlüsselübergabe. Dank über 100 realisierten Passivhaus- und Holzhaus-Projekten mit insgesamt mehr als 26.500 m² Wohnfläche verfügt der innovative Holzhaus-Spezialist und zertifizierte Passivhaus Planer aus Oberbayern über einen reichen Erfahrungsschatz.

Liefergebiet der Holzhäuser ist der Großraum München, Rosenheim, Oberbayern, dem Chiemgau bis nach Salzburg. Um einen gehobenen Wohnungskomfort garantieren zu können, wird die Qualität und die Fertigung fortwährend kontrolliert. Alle geschlossenen Wände erhalten das sogenannte Ü-Zeichen.

Der Passivhausstandard beim Bauen überzeugt insbesondere durch eine hohe Wärmedämmung in der Gebäudehülle und beim Dach. So wird der Heizwämebedarf und die Energiekosten auf ein Minimum reduziert. Die beiden Grundprinzipien beim Bau eines Passivhauses lauten: Wärmeverluste minimieren und Wärmegewinne optimieren und zwar mit baulichen Maßnahmen. Eine attraktive Auswahl an gebauten Holz-Passivhäusern des Bad Aiblinger Holzhaus-Herstellers finden Sie auf dem Ratgeber Portal Holzbauwelt.de.

Bauen mit Holz schützt aktiv das Klima

„Bauen mit Holz kann helfen, klimaschädliche Treibhausgase zu minimieren, erklärte Bundesministerin Julia Klöckner anlässlich der Eröffnung der Veranstaltungsreihe „Charta für Holz 2.0 im Dialog“ in Berlin. In Deutschland ist der Bausektor einer der rohstoffintensivsten Wirtschaftsbereiche. Er hat einen bedeutenden Anteil am Energiebedarf und somit an CO2 Emissionen.

Bauen mit Holz reduziert CO2-Emmissionen

Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft Julia Klöckner in ihrem Vortrag: „Bei einem Mehrfamilienhaus aus Holz können fast 50 Prozent Co2 Emissionen eingespart werden. Gerade durch den steigenden Bedarf an Wohnungen und Industriegebäuden in Stadt und Land bei gleichzeitigen Anforderungen an den Klimaschutz ist Holz als Baustoff eine Lösung. Es trägt dazu bei, endliche Ressourcen zu schonen und sichert Arbeitsplätze für die Forst- und Holzwirtschaft, vor allem in den ländlichen Räumen. Wenn wir zukünftige Generationen nicht belasten wollen, müssen wir umdenken, besonders im Bausektor.

Holz als wichtiger, nachwachsender Baustoff, bietet viele Vorteile, stellt aber Kommunen, Industrie und Gewerbe immer noch vor Herausforderungen. Gerade im mehrgeschossigen Bauen mit Holz steht Deutschland erst am Anfang einer Entwicklung. Ich begrüße es, dass sich in den Bundesländern mehr und mehr die Erkenntnis durchsetzt, Hemmnisse bei den rechtlichen Rahmenbedingungen aufzuheben und diese an den Stand der Technik des Holzbaus anzupassen. Mein Ministerium fördert daher entsprechende Forschung im Brandschutz, um ungerechtfertigte Hemmnisse aufzulösen.“

Bauen mit Holz
Bauen mit Holz schützt nachhaltig das Klima ©holzbauwelt.de

Unter dem Motto „Mensch, Stadt, Land, Ressourcen: Wie wollen wir in Zukunft leben?“ kommen heute in Berlin Experten aus den Bereichen Bauen und Umwelt sowie Forst und Holz zur Auftaktveranstaltung der Reihe „Charta für Holz 2.0 im Dialog“ zusammen. Diskutiert werden Lösungsansätze für die dringenden Fragen des zukunftsfähigen Bauens. Die Veranstaltung, die parallel zur 24. Klimaschutzkonferenz der Vereinten Nationen im polnischen Kattowitz stattfindet, wird in Kooperation mit den kommunalen Spitzenverbänden Deutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag und Deutscher Städte- und Gemeindebund durchgeführt.

Charta für Holz 2.0 sorgt für notwendigen Dialog für Klimaschutzziele

Die vom BMEL initiierte und koordinierte „Charta für Holz 2.0“ bildet den Rahmen für einen umfangreichen Dialogprozess. Im Fokus steht der Beitrag von Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft zur Unterstützung internationaler, europäischer und nationaler politischer Strategien und Programme in den Bereichen Klimaschutz, Stärkung der ländlichen Räume sowie Ressourcenschutz. Um die Klimaschutzziele und die nachhaltige Verwendung von Holz zu stärken, tauschen sich über 100 Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, öffentlichen Verwaltungen und Gesellschaft dazu aus.

Das Format bietet auch eine Plattform für den Dialog mit Stakeholdern außerhalb des Sektors Forst und Holz. Die Veranstaltungsreihe soll im nächsten Jahr mit anderer Themenstellung im Kontext der Charta fortgesetzt werden. Das BMEL hat die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. als Projektträger mit der Betreuung des Charta-Prozesses beauftragt.

Holzhäuser helfen uns in der CO2-Frage

Mit der Aussage „Holzhäuser helfen uns bei der CO2-Frage“ trifft Architekt Hermann Kaufmann, Professor für Entwerfen und Holzbau an der TU München den Nagel auf den Kopf. Bauen mit Holz liegt wieder im Trend. Das kommt nicht von ungefähr, da der uralte Baustoff Holz Fähigkeiten besitzt die heute wieder verstärkt in den Blickpunkt geraten und Lösungen für das klimafreundliche Bauen ermöglichen. Hier Auszüge aus einem Interview bei der TUM.

Professor Kaufmann, woher kommt der Trend zum Bauen mit Holz?

Hermann Kaufmann: Angesichts des Klimawandels gewinnen nachwachsende Rohstoffe an Bedeutung und da ist Holz definitiv ein Hoffnungsträger. Denn Holzhäuser helfen uns in der CO2-Frage: Bäume entnehmen CO2 aus der Atmosphäre und binden dieses in Form von Kohlenstoff im Holz. Verbauen wir das Holz, schaffen wir Platz für neues Waldwachstum. Man muss sich vorstellen, dass wir uns mit Holzhäusern in gewisser Weise einen zweiten Wald, einen zusätzlichen Kohlenstoffspeicher, in unsere Dörfer und Städte stellen. Darüber hinaus ersetzt Holz aber auch Baustoffe, die mit fossiler Energie erzeugt werden. Und wenn ein Holzhaus schließlich am Ende seines Lebens angekommen ist, kann das Material entweder weiterverwertet werden oder zur CO2-neutralen Energieerzeugung beitragen.

Sie haben sich dem Holz bereits verschrieben, bevor nachhaltiges Bauen ein großes Thema in der Öffentlichkeit war. Was fasziniert Sie an diesem Material?

Holz ist ein natürliches und damit sinnliches Material. Es riecht gut, hat eine angenehme Haptik und ist dem Menschen schon von alters her vertraut. Holz gilt als Inbegriff von Gemütlichkeit und Wohlbefinden. Als Sohn einer Zimmererfamilie im Bregenzer Wald hatte ich schon immer einen besonderen Bezug zum Holz. In der Moderne verwendete man aber hauptsächlich Stahl, Beton und Glas, der Holzbau war in Vergessenheit geraten. Im Architekturstudium wurde mir dann klar: Ich will mithelfen, den Holzbau wiederzubeleben – und zwar durch gute Architektur.

Was heißt „gute Architektur“ im Holzbau?

Die Verwendung eines nachwachsenden Rohstoffs entbindet Architektinnen und Architekten nicht einer engagierten Gestaltung – und die steht für mich im Vordergrund. Jeder Baustoff bestimmt durch seine eigenen konstruktiven Gesetzmäßigkeiten den Entwurf und gute Holzarchitektur folgt den gestalterischen Regeln, die das Material vorgibt. Rückblickend kann ich sagen, dass vor allem architektonisch interessante Projekte dem Holzbau Aufmerksamkeit verschafft haben. Zum Beispiel das Gemeindezentrum, das ich vor circa 20 Jahren in Ludesch gebaut habe. Es besteht aus schadstoffarmen Materialien, hat einen sehr geringen Energiebedarf – und  ist eben auch architektonisch sehr gelungen. Das Gebäude wurde viel besucht und hat einige dazu animiert, auch mit Holz zu bauen.

Holzhäuser
Architektur und Holzhäuser von Prof. Kaufmann, Illwerke Vorarlberg (Foto: Bruno Klomfar)

Moderne Holzhäuser und mehrgeschossige Holzbauten sorgen für ein klimafreundliches Bauen

Auch wenn es immer mehr Holzhäuser gibt, in der Breite ist das Bauen mit Holz noch nicht angekommen. Sind Holzhäuser ein Luxus für die, die es sich leisten können?

Man ist heute durchaus in der Lage, auch im sozialen Wohnungsbau mit Holz zu bauen. Durch Standardisierungen vereinfacht sich der Bauprozess zunehmend. Fertigt man Bauteile vor, das heißt, verlagert man den Bauprozess größtenteils in die Werkhalle, lässt es sich schneller bauen – und man erreicht eine sehr hohe Qualität. Außerdem benötigt man nur ein Drittel oder Viertel der Bauzeit im Vergleich zum herkömmlichen Bauen.

Trotzdem sind Gebäude aus Holz noch die Ausnahme …

Im Moment ist der Holzbau leider noch mit vielen Vorurteilen behaftet. Eines davon ist, dass Holz brennt und deshalb ein Sicherheitsrisiko darstellt. Da muss ich sagen: Ja, Holz brennt, aber die Wahl des Baumaterials hat keinen Einfluss auf die Zahl der Brandtoten. Feuerwehrleute sehen in brennenden Holzgebäuden rechtzeitig, wann die Konstruktion versagen wird – das ist bei anderen Materialien teilweise nicht der Fall. Holz brennt also „sicher“. Außerdem hört man oft, Holz sei nicht dauerhaft. Dabei gibt es im Alpenraum, wo es viel regnet und windet, 500 bis 600 Jahre alte Bauernhäuser aus Holz.

Denken Sie, dass der Holzbau sich durchsetzen wird?

Wir werden in Zukunft nicht an den nachwachsenden Rohstoffen vorbeikommen, wenn wir klimaneutral bauen wollen. Deshalb sollten wir Bauentscheidungen auf der Basis von seriösen Erkenntnissen zur Leistungsfähigkeit des Materials treffen.

Prof. Hermann Kaufmann ist ein renommierter Architekt aus Vorarlberg mit einer Professur an der TU München. Viele Architekturpreise belegen sein ausgewiesene Expertise im modernen Holzbau und der Holzbau-Architektur.

Letzter Artikel: EU-Gebäuderichtlinie erfordert Niedrigstenergiegebäude

EU-Gebäuderichtlinie erfordert Niedrigstenergiegebäude

Der Bund hat es noch nicht geschafft die Definition des Niedrigstenergie-Standards zu definieren, den die EU-Gebäuderichtlinie EPBD (Energy Performance of Buildings Directive, EPBD Recast) 2010 ab 2019 für öffentliche und ab 2021 für private Neubauten vorschreibt. Die verkündete EPBD 2018 setzt nun die Regeln bis zum Ende des nächsten Jahrzehnts. Die zuständigen Bundesministerien arbeiten zurzeit einen neuen Entwurf für das Gebäude-Energie-Gesetz (GEG) aus und wollen es bis Ende 2018 auf den Weg bringen.

Verzögerungen beim Thema „Energieeffizientes Bauen“ gibt es derzeit in Deutschland allerdings nicht nur beim geplanten Gebäudeenergiegesetz, sondern schon in den Einzelverordnungen. So hat die Bundesregierung bislang noch keine eigenen konkreten Vorgaben definiert für sogenannte Niedrigstenergiegebäude, die ab 2021 für private Gebäude als Standard gelten sollen. Das schreibt die EU-Gebäuderichtlinie vor.

Bereits ab 2019 soll er für öffentliche Gebäude gelten und hierbei beruft sich die Bundesregierung auf das Niveau eines KfW-Effizienzhaus 55 als Vorgabe. Der seit 1. Januar 2016 einzuhaltende Jahres-Primärenergiebedarf soll dafür um 26 Prozent unterschritten werden, die Anforderungen an den baulichen Wärmeschutz um zwölf Prozent.

Die wichtigsten Ziele und Anforderungen der EU-Gebäuderichtlinie

  • Klimaneutraler Bestand: Bis zum Jahr 2050 sollen die EU-Mitgliedstaaten die Anzahl der emissionsarmen und -freien Gebäuden erhöhen aufgrund ihrer nationalen Fahrpläne, die die CO2-Emissionen ihrer Gebäude mindern. Auch sollen sie dadurch die Energiearmut bekämpfen und die Energiekosten der Haushalte in alten Gebäuden senken.
  • Effizienter Gebäudebetrieb: Auch sollen die EU-Länder die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) sowie »intelligenter« Technologien fördern, zwecks effizienterem Betrieb von Gebäuden, durch Systeme zur Automatisierung und Steuerung.
  • Elektromobilität: In allen Gebäuden soll durch die Förderung der Infrastruktur für Elektromobilität diese Technik auch weiter verbreitet werden.
  • Intelligenz-Indikatoren: Für Gebäude sollen die EU-Länder auch Kennzeichen einführen, die angeben, wie fähig diese sind, neue Technologien und elektronische Systeme zu nutzen, die die Bedürfnisse der Nutzer flexibel berücksichtigen sowie den Betrieb verbessern.
  • Investitionen: Die EU-Gremien verpflichten die Mitgliedstaaten durch die EPBD 2018 auch die öffentlichen und privaten Investitionen in ihren Ländern zu mobilisieren.
    EU-Gebäuderichtlinie
    EU-Gebäuderichtlinie fordert den Bau von Niedrigstenergiehäusern. Foto © Lebensraum Holz

    Der Weg beim Bauen und der Gebäudesanierung ist damit durch die vorgegebene EU-Gebäuderichtlinie vorgegeben. Inzwischen haben die EU-Gremien weitreichende Ziele bis 2050 gesetzt und bis 2030 die Gebäudestandards definiert. Sie zeigt klar und deutlich, welche gesetzlichen Rahmenbedingungen durch die Bundesrepublik Deutschland in den nächsten Jahren im Gebäudebereich auf dem Weg zu einem klimaneutralen Baubestand umsetzen muss.

    EU-Gebäuderichtlinie: Niedrigstenergiehäuser für Neubauten gelten als zukünftiger Energiestandard

    Für den Neubau bedeutet das, dass nach Umsetzung der EU-Gebäuderichtlinie auf nationales deutsches Baurecht nur noch emissionsarme Niedrigstenergiegebäude zu bauen sind. Ab 2021 sollen die Mitgliedsstaaten sicherstellen, dass alle Neubauten als Niedrigstenergiehäuser („nearly zero-energy building“) errichtet werden. Bei Niedrigstenergiehäusern liegt der Energiebedarf bei der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden fast bei Null. Diesem Standard müssen ab 2019 zudem alle neuen Gebäude entsprechen, die von öffentlichen Einrichtungen genutzt bzw. erworben werden.  Ausnahmen können nur gemacht werden, wenn die Maßnahme ökonomisch oder technisch nicht sinnvoll ist.

Baukindergeld plus für Bayern zusätzlich beantragen

Mit dem Baukindergeld plus möchte der Freistaat Bayern für Familien mit Kind(ern) und Alleinerziehende den Bau oder Kauf der ersten eigenen Immobilie erleichtern. Mit dem Baukindergeld des Bundes bekommen Familien und Alleinerziehende pro Kind und Jahr bereits 1.200 Euro über 10 Jahre. Der Freistaat Bayern erhöht mit dem Bayerischen Baukindergeld Plus das Baukindergeld des Bundes von 1.200 Euro um zusätzlich 300 Euro pro Kind und Jahr über einen Zeitraum von 10 Jahren.

Hausbau in Bayern wird besonders attraktiv gefördert

Wer in Bayern ein Haus baut, egal ob Einfamilienhaus, Mehrfamilienhaus, Fertighaus oder Holzhaus zumindest diese 3 Fördermöglichkeiten erhalten:

  • Baukindergeld vom Bund (Beantragung über die KfW)
  • Baukindergeld plus in Bayern (Beantragung über die BayernLabo)
  • „Bayerische Eingenheimzulage“ (Beantragung über BayernLabo)

Informationen zur Bayerischen Eingenheimzulage erhalten sie hier über den Link.

Baukindergeld plus
3 mal Förderung für das Bauen bzw. Ersterwerb von Wohneigentum in Bayern ©holzbauwelt.de

Baukindergeld plus in Bayern zusätzlich zum Baukindergeld vom Bund

In 3 Schritten zum bayerischen Baukindergeld plus:

  1. Antragsstellung bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)
    Sobald Sie in Ihre ersten eigenen vier Wände eingezogen sind, stellen Sie zuerst den Antrag für das Baukindergeld des Bundes im Zuschussportal der KfW und laden dort die erforderlichen Antragsunterlagen hoch.
  2. Auszahlung der KfW
    Nach positiver Prüfung Ihrer Unterlagen erhalten sie eine Bestätigung über die Auszahlung des Baukindergelds des Bundes von der KfW.
  3. Antragstellung bei der BayernLabo auf das Bayerische Baukindergeld Plus
    Ab Bezug Ihrer ersten eigenen vier Wände und bis spätestens drei Monate nach dem Datum der Auszahlungsbestätigung der KfW ist eine Antragstellung auf das Bayerische Baukindergeld Plus bei der BayernLabo möglich. Ohne die Auszahlungsbestätigung der KfW ist jedoch eine Bearbeitung Ihres Antrags auf das Bayerische Baukindergeld Plus nicht möglich.

Beantragung des zusätzlichen Baukindergeldes für Bayern

Das Bayerische BaukindergeldPlus kann ab dem 18. September 2018 bei der Bayerischen Landesbodenkreditanstalt (BayernLabo) beantragt werden und wird als jährlicher Zuschuss in Höhe von 300 Euro ausgezahlt. Es läuft zehn Jahre. Der Gesamtzuschuss je Kind beträgt also 3.000 Euro je Kind.

Die Hersteller für Holzhäuser zum Bauen gibt es auf dem Ratgeber-Portal Holzbauwelt.de

Smart Home – Anwendungen liegen voll im Trend

Nach einer repräsentativen Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom zum Thema Smart Home durchgeführt hat, ist jeder vierte Bundesbürger auf dem Weg zum intelligenten Zuhause. Beliebte Smart Home – Anwendungen sind beispielsweise Lampen, Viedeoüberwachung und Sprachassistenten.

Licht und Heizung via Smartphone steuern, Haushaltsgeräte per Stimme bedienen oder die eigenen vier Wände mit intelligenten Überwachungssensoren sicherer machen: Jeder vierte Bundesbürger (26 Prozent) besitzt mindestens eine Smart-Home-Anwendung. Verbreitet sind vor allem intelligente Beleuchtung (17 Prozent), Video-Überwachung (14 Prozent) und Sprachassistenten (13 Prozent).

Smart Home – Anwendungen gewinnen an Bedeutung

Parallel nimmt die Bekanntheit von vernetzter Haustechnik in der Breite der Bevölkerung zu: 7 von 10 Bundesbürgern (70 Prozent) haben bereits vom Begriff Smart Home gehört (2016: 61 Prozent). Davon können 7 von 10 (71 Prozent) beschreiben, was gemeint ist, 2016 waren es erst 53 Prozent. „Wir erleben gerade den Durchbruch des Smart Home und den Siegeszug der Sprachassistenten“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg zur Vorstellung der Studienergebnisse im Vorfeld der IFA in Berlin. „Beim Smart-Home geht es nicht um Technikspielereien, es geht um gesellschaftliche Veränderungen, die z.B. ein selbstbestimmtes Leben im Alter zu Hause ebenso ermöglichen wie eine dezentrale, ressourcenschonende Energieversorgung. Aus wirtschafts- und standortpolitischer Perspektive wird es in den kommenden Jahren vor allem um die Frage gehen, wer die Smart-Home-Plattformen betreibt.“

Smart Home
Intelligente Gebäudetechnik in einem Smart Home Holzhaus / Foto: Ulrich Beuttenmüller für Gira

Großes Potenzial für intelligente Smart Home – Anwendungen

Mehr als ein Drittel der Bundesbürger (37 Prozent) plant, sich in den nächsten zwölf Monaten eine smarte Anwendung für das Zuhause anzuschaffen. Besonders hoch im Kurs stehen Heizungsthermostate (29 Prozent) und intelligente Beleuchtung (27 Prozent). Smarte Staubsauger (15 Prozent) und Gartengeräte (12 Prozent) sind ebenfalls gefragt. Beliebt sind auch Produkte, die das Wohnen sicherer machen, wie Video-Überwachung (18 Prozent), Alarmanlagen (11 Prozent) und Schließanlagen (7 Prozent). Jeder zehnte Bundesbürger will sich außerdem einen Sprachassistenten zulegen. „Das Smart-Home verbreitet sich nach dem Schneeballeffekt: Was bei dem einen gut funktioniert, hält wenig später Einzug bei Freunden und Bekannten“, sagt Berg.

Bei modernen Holzfertighäusern können die intelligenten Smart Home-Steuerungen beim Hausbau schon in der Planungsphase berücksichtigt werden, so dass bei Bezug des Neubaus alle gewünschten Funktionen im Haus bereits vernetzt und steuerbar sind.

Erdbebensicheres Bauen in Deutschland

Erdbebensicheres Bauen ist in Deutschland dann ein Thema, wenn in bestimmten Gebieten gebaut werden soll. In Baden-Württemberg besteht in größeren Teilen des Landes ein relativ hohes Risiko, dass Erdbeben auftreten, die so stark sind, dass Gebäude beschädigt werden oder sogar zum Einsturz gebracht werden. Die am stärksten betroffenen Gebiete liegen auf der Schwäbischen Alb und in der Gegend von Lörrach.

Aber auch außerhalb dieser am höchsten gefährdeten Zonen ist das Erdbebenrisiko in bestimmten Gebieten so hoch, dass besondere bauaufsichtliche Vorschriften für die Errichtung und Änderung baulicher Anlagen zu beachten sind. Die einzuhaltenden Regeln ergeben sich zum einen aus der Bekanntmachung der DIN 4149 „Bauten in deutschen Erdbebengebieten“ als Technische Baubestimmung und zum anderen aus der Verfahrensverordnung zur Landesbauordnung (LBOVVO).

Erdbebensicheres Bauen
Die Erdbebenzonen Deutschlands

Die Landesbauordnung ist Hauptbestandteil des Bauordnungsrechts; sie regelt die Anforderungen, die bei Bauvorhaben zu beachten sind. Dagegen werden die Bedingungen, auf welchen Grundstücken überhaupt und in welchem Art und Ausmaß gebaut werden darf, durch das Bauplanungsrecht bestimmt. Die Anforderungen der Bauordnung beziehen sich zum einen auf das Grundstück, zum anderen auf seine Bebauung: Dies betrifft z.B. die Erschließung, die Art der baulichen Nutzung, die Abstandsflächen, die Gemeinschaftsanlagen, Spiel- und Stellflächen, den Nachbarschutz, das gesunde Wohnen (Belichtung, Raumhöhen, Schall-, Kälte- und Wärmeschutz), die Feuerwiderstandsklassen von Bauteilen, die Eignung von Bauprodukten, die Standsicherheit, die Flucht- und Rettungswege, etc.

Man unterscheidet vier Zonen, die mit 0 (keine Gefährdung) bis 3 (hohe Gefährdung) bezeichnet sind. Für das Errichten von Gebäuden sind weiter maßgeblich:

  • Untergrundklassen R: felsartig, S: tief-sedimentär, T: Übergangsgebiete)
  • Baugrundklassen A: unverwitterter Fels, B: mäßig verwittert, C: Lockergestein

Momentan wird die Klassifizierung in Deutschland für erdbebensicheres Bauen nach der DIN EN 1998-1/NA:2011 01 Nationaler Anhang – National festgelegte Parameter – Eurocode 8: Auslegung von Bauwerken gegen Erdbeben – Teil 1: Grundlagen, Erdbebeneinwirkungen und Regeln für Hochbau (Gilt in Verbindung mit DIN EN 1998-1 (2010-12)) durchgeführt.

Für den konstruktiven Holzbau ist erdbebensicheres Bauen möglich

Der Holzbau kann für solche Herausforderungen die richtigen Lösungen anbieten. Das Schwingungsverhalten eines Bauwerks wird durch seine Massen- und Steifigkeitsverteilung bestimmt. Wichtiger Parameter zur Charakterisierung des Schwingungsverhaltens eines Bauwerks ist dabei seine Eigenfrequenz, auch als Grundfrequenz bezeichnet. Im Erdbebeningenieurwesen wird oft anstelle der Eigenfrequenz auch die Zeitdauer (Eigenschwingzeit) verwendet, die ein System für einen Schwingungsvorgang benötigt.

Erdbebensicheres Bauen heißt, Gebäude zusätzlich zu den ansonsten meist dominierenden Windlasten auch gegen horizontale Trägheitskräfte auszulegen. Während Windlasten im Wesentlichen von der äußeren Form der Gebäude bestimmt werden, hängt die Größe der Erdbebenlasten vor allem von der Massen- und Steifigkeitsverteilung der Gebäude ab.

Durch die erdbebengerechte Gestaltung eines Gebäudes in Grundriss und Höhe, d. h. durch sinnvolle Verteilung von Massen und Aussteifungselementen, kann das Verhalten eines Bauwerks bei Erdbeben bereits bei der Planung entscheidend beeinflusst werden.

Erdbebensicheres Bauen – Holzhäuser und Holzrahmenkonstruktionen bewähren sich

Das robuste Gesamtverhalten eines Gebäudes ist Voraussetzung für erdbebensicheres Bauen. Da die handwerklich errichteten Holzhäuser derart viele Dissipations­mechanismen aus den mechanischen Verbindungsmitteln besitzen, lässt sich dem modernen Holzhausbau ein sehr zähes und damit duktiles Ver­halten attestieren. Nicht ohne Grund weist das GeoForschungs­zentrum Potsdam (GFZ) in seinem Merkblatt Erdbeben – Was ma­che ich, wenn in Starkbebengebieten die Erde bebt? darauf hin, dass Holzrahmenkonstruktionen mit leichten Dächern am wenigs­tens gefährdet sind. Wie immer ist jedoch eine sorgfältige Planung und Ausführung notwendig, um die unbestreitbaren Vorteile des Holzbaus zu nutzen.

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