Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) im Neubau

Mit der „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) wird die energetische Gebäudeförderung in Umsetzung des Klimaschutzprogramms 2030 neu aufgestellt und weiterentwickelt. Mit der BEG werden künftig noch stärkere Anreize für Investitionen in Energieeffizienz und erneuerbare Energien gesetzt werden. Die neue Bundesförderung BEG ist ein entscheidender Beitrag zur Erreichung der Energie- und Klimaziele bis 2030 im Gebäudesektor.

Die Förderung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien wird mit der BEG erstmals unter einem Dach zusammengeführt. Mit der BEG ersetzt ein einziges Förderprogramm vier bisher bestehende Förderprogramme:

1. CO2-Gebäudesanierungsprogramm (bisher KfW-Förderprogramm „Energieeffizient Bauen und Sanieren“).
2. Das Marktanreizprogramm (bisher BAFA-Förderprogramm „Heizen mit erneuerbaren Energien“).
3. Das Anreizprogramm „Energieeffizienz“.
4. Das Heizungsoptimierungsprogramm.

Bei Neubauten und Komplettsanierungen wird der Einsatz erneuerbarer Energien zukünftig noch stärker prämiert. Gleichzeitig wird es neue, attraktive Förderangebote für ambitionierte Sanierungen und Neubauten geben. Vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMI) anerkannte Nachhaltigkeitszertifikate werden künftig in der Förderung erstmals berücksichtigt.

Für Bürgerinnen und Bürger bietet die BEG zukünftig mehr Flexibilität. Fördertatbestände werden sowohl als Zuschuss- als auch als Kreditförderung angeboten, um den jeweiligen individuellen Bedürfnissen bestmöglich zu entsprechen. Zugleich wird mit der BEG die Förderung übersichtlicher und einfacher zu beantragen (direkt bei der KfW oder mittelbar über die Hausbank).

Die BEG enthält folgende Neuerungen beim Hausbau von Häusern

Vereinfachte Beantragung sämtliche Förderangebote (Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Fachplanung und Baubegleitung) mit einem einzigen Antrag für die BEG. Förderbedingungen für Wohn- und Nichtwohngebäude werden angeglichen.

Jeder Fördertatbestand wird sowohl als Zuschuss- wie auch als Kreditförderung angeboten (bislang teilweise Zuschuss oder teilweise Kreditförderung).

Integration von Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz beim Neubau von Gebäuden. Im Neubau werden sogenannte EE-Klassen, zum Beispiel „Effizienzhaus 55 EE“ für den Einsatz von erneuerbaren Energien beim Hausbau eingeführt und die Förderquote angehoben. Eine „Effizienzhaus EE“-Klasse kann beim Neubau als auch bei einer Altbausanierung erreicht werden, wenn erneuerbare Energien einen Anteil von mindestens 55 Prozent des für die Wärme- und Kälteversorgung des Gebäudes erforderlichen Energiebedarfs erbringen (z. B. Solarthermie oder Erdwärme).

Neubau Förderung BEG
Hausbau mit erneuerbaren Energien wird mit der neuen BEG extra gefördert.

Digitalisierung und Zukunftstechnologien zur Verbrauchsoptimierung (z. B. Efficiency Smart Home) werden erstmals eigenständig förderfähig. Damit wird die Betriebsphase von Gebäuden stärker berücksichtigt.

Nachhaltiges Bauen bei Neubauten mit einer Nachhaltigkeitszertifizierung (Zertifikat mit Qualitätssiegel „Nachhaltig Bauen“ des BMI) erhalten als sogenanne NH-Klassen (z. B. „Effizienzhaus 55 NH“) eine erhöhte Förderung. Entsprechend der EE-Klassen (NH- und EE-Klassen sind aber nicht kombinierbar); wird der Lebenszyklusansatz des Nachhaltigen Bauens stärker berücksichtigt.

Auskunft über die neuen EE-Klassen als förderfähige Energiestandards beim Hausbau geben sowohl die Energieberater als auch die Holzhaus-Hersteller auf Holzbauwelt.de. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) wird Details und Förderbestimmungen im April 2021 dazu veröffentlichen und zwar auf folgender KfW-Seite. Starttermin für das BEG ist der 01.07.2021. Beim Hausbau gilt derzeit noch die bisherige KfW-Förderung.

Beispiel für die neue Förderung nach der BEG beim Neubau eines Wohngebäudes

Förderung Beispiel Neubau
Beispielhafte Förderung eines Neubaus für ein Wohngebäude nach BEG ab 01.07.2021.

Wann muss der Antrag bei der KfW für einen Neubau gestellt werden?

Die neue Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) startet zum 01.07.2021. Den Förderkredit „Energieeffizient Bauen (153)“ können Sie noch bis zum 30.06.2021 bei der KfW beantragen. Ab dem 01.07.2021 können Sie einen Antrag auf die neuen Förderkredite und Zuschüsse der BEG stellen.

Holzhäuser und Holzfertighäuser für den Neubau plus eine weitere Zusammenfassung für die Bundesförderung für effiziente Gebäude finden sie auf dem Portal Holzbauwelt.de.

 

Ökologisches Blockhaus – alle Vorteile der Blockhausbauweise im Überblick!

Das Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz spielt für immer mehr Menschen in Deutschland eine zunehmend wichtigere Rolle im Leben. So verwundert es nicht, dass sich auch beim Hausbau immer mehr Menschen für eine nachhaltige Bauweise in Form eines Blockhauses entscheiden. Die massiven Blockhäuser haben dabei ihren eigentlichen Ursprung in Skandinavien. Allerdings erfreut sich der Hausbau in der Blockhausweise auch in Deutschland einer steigenden Beliebtheit.

Die Häuser aus Holz haben dabei eine Menge Vorteile, welche vor allem nachhaltigen und ökologischen Aspekten zugrunde liegen. Der Bau eines Holzhauses hat dabei nicht nur eine Menge Vorzüge für das Klima und die Wohnatmosphäre, sondern macht auch optisch eine Menge her. Wem das Wohlbefinden seiner Familie am Herzen liegt, sollte demnach nicht nur seinen Lebensstil hinsichtlich einer gesünderen Ernährung und mehr Sport verändern, sondern auch den Hausbau nachhaltig und ökologisch gestalten.

Wer gerade mitten in den Bauplanungen des Eigenheims steckt und sich einen Überblick von verschiedenen Bauweisen verschaffen möchte, stößt schnell auch auf die Blockhausbauweise. So gilt es für angehende Bauherren abzuwägen wie ihr Traumdomizil aussehen soll. Zum Schutz der Umwelt und für eine natürliche Wohnatmosphäre empfiehlt sich daher vor allem der Bau eines Blockhauses. Wir haben Ihnen im folgenden Ratgeber die enormen Vorteile beim Bau eines Blockhauses zusammengestellt. So erhalten Sie hier alle wichtigen Informationen, die es beim Bau eines Blockhauses zu beachten gibt.

Ökologisches Blockhaus
Ein Ferienhaus als gemütliches Blockhaus bauen

Umweltfreundlich Bauen und ökologisch Wohnen

Nicht nur in den skandinavischen Ländern ist Holz ein beliebter Baustoff beim Bau eines Wohnhauses. Auch in Deutschland gibt es immer mehr Menschen, die sich für ein ökologisches Blockhaus entscheiden. Der Trend geht beim Hausbau zunehmend zu mehr Nachhaltigkeit, so dass Blockhäuser aus Holz sehr beliebt sind. Hier gelingt es für Bauherren entweder ein Fertighaus oder ein individuelles Blockhaus zu bauen. Die Möglichkeiten beim Bau von Blockhäusern scheinen fast grenzenlos zu sein und zeichnen sich vor allem durch seine gemütliche und naturverbundene Optik aus. Holz dient dabei als überaus guter Werkstoff beim Hausbau. Denn beim Hausbau aus Holz gelingt es für eine hervorragende Wärmedämmung zu sorgen. Die Wärmedämmung ist im Vergleich zu anderen Bauarten auch mit einer geringeren Wandstärke weiterhin sehr gut, so dass die natürlichen Dämmeigenschaften des Holzes einen großen Pluspunkt darstellen. So wird es möglich mit Holz zu bauen und damit den Klimaschutz voranzutreiben. Denn beim Wohnen in Blockhäusern gelingt es eine Menge Heizenergie zu sparen und damit für einen umweltfreundlichen Wohnraum zu sorgen. Anders als Stein hat Holz eine sehr warme Oberflächentemperatur und kann Wärme deutlich besser speichern, so dass sich hier ein deutlich besseres Wohnklima ergibt.

Natürliche Wärmedämmung beim Holzhausbau

Durch moderne Montagetechniken gelingt es bei der Blockhausbauweise den Heizbedarf zusätzlich zu reduzieren. Dabei gelingt es die Bauelemente aus Holz schon weit vorzubereiten, so dass sie passgenau ineinanderpassen. So gelingt es Zugluft zu vermeiden und die Dämmleistung deutlich zu erhöhen. Eine Vielzahl von Differenzdruckmessungen haben Blockhäusern eine hervorragende Luftdichtheit bestätigt, so dass deutlich weniger Heizwärme nach draußen gelangt und Kälte im Winter nicht in das Haus einzieht.

Hervorragender Wohnraum für Allergiker

Anders als andere Baustoffe kann Holz ‚atmen‘, wodurch die Raumluftfeuchtigkeit im Wohnraum positiv beeinflusst werden kann. Hier können vor allem Allergiker profitieren. Denn bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit im Wohnraum gelingt es dem Holz die Feuchtigkeit aus der Luft zu absorbieren und nach draußen zu führen. Das einmalige Wohnklima in Blockhäusern wird von vielen Hausbewohnern als sehr entspannend und wohltuend bezeichnet. So ist auch die Wohngesundheit in Holzhäusern ein klarer Pluspunkt, der Menschen mit Lungenerkrankungen klar in die Karten spielt. Demnach gelingt es vor allem gesund in Holzhäusern zu wohnen, wodurch die Lebensqualität deutlich gesteigert wird.

Innenausstattung eines Blockhauses ökologisch gestalten

Um nicht nur den Hausbau klimafreundlich und ökologisch zu gestalten, sondern auch den Wohnraum ressourcenschonend herzurichten, sollte man die Maßstäbe beim Hausbau auch beim Innenausbau fortführen. So gelingt es Bodenbelägen, Treppen, Terrassen und Farben ebenso ökologisch zu wählen, wodurch der Wohnkomfort deutlich steigt. Durch natürliche Materialien wird es möglich den Wohnraum deutlich nachhaltiger zu gestalten, wodurch sich nicht nur mehr Gemütlichkeit ergibt, sondern auch die Wohngesundheit enorm verbessern lässt.

Blockhaus mit Solar- und Photovoltaik-Anlagen ausstatten

Um das Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz beim Hausbau richtig abzurunden, ist es empfehlenswert auf eine nachhaltige Energiequelle zu setzen. Energieautarke Häuser stehen bei immer Häuslebauern im Fokus. Durch Solar- und Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach gelingt es nicht nur die Ökobilanz eines Wohnhauses deutlich zu verbessern, sondern auch langfristig viel Geld zu sparen. Mit Wärmerückgewinnungssystemen, einer Photovoltaik-Anlage und einer kontrollierten Lüftung wird es möglich die Energiebilanz des Eigenheims bestmöglich zu gestalten.

Fördermöglichkeiten beim energieeffizienten Hausbau

Der Bau eines ökologischen Wohnhauses wird nicht nur mit einer Menge Wohnkomfort belohnt, sondern auch mit staatlichen Fördergeldern. Demnach sollte man sich bei verschiedenen energieeffizienten Maßnahmen beim Hausbau über den Anspruch möglicher Fördermittel informieren. So gibt es sowohl bei der Nutzung von erneuerbaren Energien, als auch beim Hausbau mit hoher Energieeffizienz einige Fördermöglichkeiten, welche Häuslebauern oftmals sehr gelegen kommen.

Wie Deutschland bis 2050 klimaneutral wird

Deutschland soll nach Verabschiedung des Klimschutzgesetzes bis 2050 klimaneutral werden. Die von Prognos, Öko-Institut und Wuppertal Institut erstellte Studie „Klimaneutrales Deutschland“ zeigt erstmals, wie Deutschland dieses Ziel erreichen kann. Klimaneutral bedeutet dabei, dass die Treibhausgasemissionen in allen Bereichen vollständig oder fast vollständig vermieden werden.

Eine Reduktion der Treibhausgase in Deutschland bis zum Jahr 2030 um 65 Prozent und Klimaneutralität bis 2050 sind machbar und technisch umsetzbar. Dies zeigt die Studie „Klimaneutrales Deutschland“ auf, deren Ergebnisse jetzt vorgestellt wurden. Darin haben Prognos, Öko-Institut und Wuppertal Institut im Auftrag von Agora Energiewende und Agora Verkehrswende sowie der Stiftung Klimaneutralität in verschiedenen Szenarien untersucht, mit welchen konkreten Maßnahmen Deutschland bis zum Jahr 2050 seine Treibhausgasemissionen auf null senken kann.

Gebäudesektor soll bis 2050 klimaneutral werden

Im Gebäudesektor entstehen die Emissionen hauptsächlich bei der Erzeugung von Raumwärme und Warmwasser. In den betrachteten Szenarien steigt die jährliche Sanierungsrate im Vergleich zu heute um etwa 50 Prozent auf rund 1,6 Prozent. Gleichzeitig wird die Qualität (Sanierungstiefe) der eingesetzten Bauteile gesteigert. Der Verbrauch für Raumwärme und Warmwasser verringert sich im Szenario bis 2050 um 36 Prozent gegenüber 2018. Die verbleibende Wärme wird weitestgehend CO2-neutral erzeugt. Die Zahl der Wärmepumpen erhöht sich von aktuell rund einer Million auf sechs Millionen in 2030 und auf 14 Millionen im Jahr 2050. In urbanen Gebieten steigt die Bedeutung der Wärmenetze stark an; die Nachfrage nach Fernwärme verdoppelt sich im Zeitraum 2018 bis 2050.

Klimaneutral Bauen
Klimaneutral Bauen und Wohnen in einem klimafreundlichen Holzhaus / Holzfertighaus

Der Neubau von Gebäuden muss klimaneutral werden

Bei den Förderanträgen von Neubauvorhaben von KfW-Effizienzhäusern wird in allen Effizienzklassen eine starke Zunahme verzeichnet. Der größte prozentuale Anstieg liegt bei dem KfW-Effizienzhaus 40 Plus, wo hingegen die mit Abstand höchste Anzahl an Förderanträgen bei den KfW-Effizienzhäusern 55 erreicht wird. Die Kluft ist besonders groß bei der Förderung im Neubau: Dort entsprechen 74 Prozent der geförderten Maßnahmen dem Effizienzhausstandard KfW-55. Zur Erreichung eines klimaneutralen Gebäudebestands muss der Wärmebedarf aber deutlich stärker sinken. Beispielsweise zeigt das im Jahr 2020 veröffentlichte Szenario „Klimaneutrales Deutschland, dass der Heizwärmebedarf sowohl bei Ein- oder Zweifamilienhäuser als auch beim Mehrfamilienhaus bei Neubauten auf rund 25 Kilowattstunden Energie pro Quadratmeter und Jahr (kWh/m²a) sinken muss, was im Mittel in etwa dem KfW-Effizienzhaus-Standard 40 oder besser ein Plus-Energie-Haus KfW 40 plus im Neubau entspricht. Zur Erklärung: Je kleiner der Wert des KfW-Effizienzhauses ist, desto geringer ist der Energiebedarf der Immobilie.

Quellen: Prognos, Öko-Institut, Wuppertal Institut, Studie „klimaneutrales Deutschland“.

Neue Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)

Im Rahmen des Klimaschutzprogrammes 2030 entwickelt die Bundesregierung die Förderung für effiziente Gebäude weiter. Die neue „Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)“ startet bei der KfW zum 01.07.2021. Details und Förderbestimmungen wird die KfW im April 2021 veröffentlichen und zwar auf folgender KfW-Seite.

Die neue Förderung für energieeffiziente Gebäude gilt für:

  • für alle Wohngebäude, z. B. für Eigentumswohnungen, Ein- und Mehrfamilienhäuser oder Wohnheime
  • für alle Nichtwohngebäude, z. B. für Gewerbegebäude, kommunale Gebäude oder Krankenhäuser.

Ab 01.07.2021 wird die Förderung von Effizienzhäusern umgestellt und es gilt dann die BEG für Wohngebäude (BEG WG) und für Nichtwohngebäude (BEG NWG). 2023 wird dann nochmals umstrukturiert und das BAFA übernimmt sämtliche Zuschuss-Varianten der KfW.

Bundesförderung effiziente Gebäude
Die neue Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) für Neubau/Sanierung kommt zum 01.07.2021

KfW-Förderung wird zur Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)

Die KfW-Förderung im Bereich Sanierung/Neubau wird jetzt unter einem Dach zusammengefasst – als „Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)“. Die neue Förderung soll dazu beitragen, durch eine Kombination aus Energieeeinsparung und Einsatz erneuerbarer Energien den Primärenergieebedarf von Gebäuden bis 2050 um rund 80 Prozent gegenüber 2008 zu senken.

Ab dem 01.07.2021 können Sie die neuen Förderkredite und Zuschüsse der „Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)“ beantragen – für einen Neubau oder für die Sanierung zum Effizienzhaus sowie einzelne energetische Maßnahmen. Die Förderung für Baubegleitung beantragen Sie direkt zusammen mit Ihrem Kredit oder Zuschuss.

Höhere Förderung für Energieeffizienz und Nachhaltigkeit beim Bauen ab 01.07.2021

Mit der Einführung des BEG ist auch eine Erhöhung der Förderungen vorgesehen. Sowohl für Einzelmaßnahmen als auch für Komplettsanierungen und Neubauten nach Effizienzhaus-Standard wird die Förderung für besonders nachhaltige oder energieeffiziente Gebäude bzw. Technologien steigen. In diesem Zusammenhang ist auch von EE-Klassen und NH-Klassifizierung die Rede. Gemeint sind damit neu geschaffenen Effizienzhaus-Klassen bzw. Gebäude mit Nachhaltigkeitszertifikat.

Energieeffiziente Holzfertighäuser, die bisher von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) nach den bisher gültigen Energiestandards KfW 55, 40, 40 plus gefördert werden, finden Sie auf dem Ratgeber-Portal Holzbauwelt.de. Die dort abgebildeten wohngesunden Holzhäuser als Einfamilienhäuser in Fertigbauweise entsprechen auch der neuen BEG-Förderung.

Beantragung Baukindergeld wird verlängert bis 31.03.2021

Gute Nachrichten für viele, die noch Baukindergeld beantragen möchten: Das Baukindergeld für die erstmalige Anschaffung von Wohneigentum wird um drei Monate verlängert. Bauwillige Familien können die staatliche Unterstützung von bis zu 12.000 Euro pro Kind also noch bis 31. März 2021 beantragen.

Konkret bedeutet dies, dass innerhalb dieser Frist eine Baugenehmigung oder ein Kaufvertrag vorgelegt werden kann. Das Baukindergeld wurde 2018 eingeführt, um Familien beim Kauf / Bau ihres ersten Wohneigentums zu entlasten. Die staatliche Unterstützung erstreckt sich über zehn Jahre (also maximal 1.200 Euro pro Kind und Jahr). Das lohnt sich: bei 2 Kindern zahlt der Staat bis zu 24.000 € Zuschüsse. Übrigens haben in den vergangenen drei Jahren mehr als 230.000 Familien Baukindergeld beantragt.

Baukindergeld
Das bisherige Baukindergeld wird verlängert bis zum 31.03.2021 beim Bau oder Kauf eines Hauses. Foto: holzbauwelt.de

Bisher galt: Die Baugenehmigung, der frühestmögliche Baubeginn oder der Kaufvertrag musste spätestens am 31.12.2020 datiert sein. Diese Frist für die Beantragung von Baukindergeld wird verlängert bis zum 31.03.2021.

Voraussetzungen für die Beantragung von Baukindergeld

Sie haben in diesem Jahr ein eigenes Zuhause für Ihre Familie gekauft oder gebaut und sind schon eingezogen? Oder Sie haben es bald vor? Dann können Sie vom Baukinder­geld profitieren.

Das Baukinder­geld ist ein staatlicher Zuschuss, den Sie nicht zurück­zahlen müssen. Der Zuschuss soll es Familien mit Kindern und Allein­erziehenden leichter machen, ein eigenes Haus oder eine Eigentums­wohnung zu finanzieren. Pro Kind erhalten Sie 12.000 Euro, ausgezahlt in 10 jährlichen Raten zu je 1.200 Euro.

Die Voraussetzungen für Ihre Förderung:

  • In Ihrem Haushalt leben Kinder unter 18 Jahren für die Sie oder Ihr Partner Kindergeld erhalten.
  • Ihr Haushaltseinkommen beträgt maximal 90.000 Euro pro Jahr bei einem Kind plus 15.000 Euro für jedes weitere Kind.
  • Sie haben frühestens am 01.01.2018 den Kaufvertrag unter­zeichnet oder die Baugenehmigung erhalten.
  • Ihr neues Zuhause ist zum Stichtag  Ihre einzige Wohn­immobilie.

Beachten Sie bitte die neuen Produktbedingungen ab 22.01.2021, die Sie im Merkblatt auf www.kfw.de/baukindergeld unter „Formulare und Downloads“ finden.

Für eine reibungslose Bearbeitung Ihres Antrags bittet die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), Ihren Baukindergeldantrag erst ab dem 22.01.2021 zu stellen, wenn Sie zum Beispiel den Kaufvertrag zwischen dem 01.01.2021 und 21.01.2021 unterzeichnet haben und bereits eingezogen sind.

 

Was ist ein Niedrigstenergiegebäude beim Neubau?

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) regelt, dass Gebäude nur als Niedrigstenergiegebäude errichtet werden dürfen. Das GEG ist ein Instrument für den Klimaschutz und zum Energiesparen. Niedrigstenergiegebäude müssen also eine sehr gute Gesamtenergieeffizienz beim Neubau aufweisen.

Entscheidend ist, dass die zu bauenden Niedrigstenergiegebäude einen sehr geringen Primärenergiebedarf für Heizung, Warmwasser, Lüftung und Kühlung aufweisen. Der Gesamtenergiebedarf muss außerdem zu einem wesentlichen Anteil mit erneuerbaren Energien gedeckt werden. Gut gedämmte Holzfertighäuser mit erneuerbarer Energie für den Strom- und Wärmebedarf erfüllen den Baustandard für ein Niedrigstenergiegebäude am einfachsten.

Erneuerbare Energien sorgen beim Hausbau für ein Niedrigstenergiegebäude

Erneuerbare Energien, häufig auch als regenerative oder alternative Energien bezeichnet, sind Energieträger, die nahezu unendlich verfügbar sind oder sich in vergleichsweise kurzer Zeit erneuern. Im Gegensatz dazu gibt es die fossilen Energieträger, wie Erdöl, Erdgas oder Kohle, die nicht erneuerbar sind und die Klimabilanz belasten. Damit ist die Verwendung regenerativer Energien sowohl ein Weg, der zunehmenden Verknappung der fossilen Energien zu begegnen, als auch eine Alternative zur Atomenergie und der klimaschädlichen Verbrennung von Kohle.

Das GEG ist die rechtliche Grundlage zur Erlangung der Energieeffizienz von Gebäuden. Allerdings wurden die Anforderungen aus der Energieeinsparverordnung (EnEV 2016) lediglich übernommen ohne auf die vielfältigen Forderungen nach einem verstärkten Klimaschutz beim Hausneubau einzugehen.

Niedrigstenergiegebäude
Niedrigstenergiegebäude als Holzfertighaus bauen lassen. Foto: Keitel Haus

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) zum Beispiel bemängelt, dass die Anforderungen des GEG nicht ausreichen, um bis 2050 einen klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen. Dafür sei es nötig, dass der gesamte Gebäudebestand nach Sanierungen durchschnittlich einem KfW-Effizienzhaus 55 entspricht. Der Primärenergiebedarf dürfte also nur 55 Prozent der Anforderungen des GEG betragen. Neubauten müssten laut DUH sogar mindestens den Standard für ein KfW Effizienzhaus 40 erfüllen.

Sie möchten ein Niedrigstenergiegebäude als Holzfertighaus bauen lassen?

Das KfW-Programm 153 Energieeffizient Bauen unterstützt Sie beim Ersterwerb oder Neubau eines KfW-Effizienzhauses 55, 40 oder 40 plus. Beim Neubau sind die Bau- und Baunebenkosten (ohne Grundstückskosten) sowie die Kosten der Beratung, Planung und Baubegleitung förderfähig. Beim Kauf wird der Kaufpreis für das Wohngebäude (ohne Grundstückskosten) gefördert. Der Kredit übernimmt 100 Prozent der Baukosten, jedoch maximal bis zu 120.000 Euro pro Wohneinheit.

Bei Nachweis des erreichten Effizienzhaus-Niveaus wird zusätzlich ein Tilgungszuschuss gewährt. Beim Effizienzhaus 40 Plus beträgt dieser 25 Prozent der Darlehenssumme (also maximal bis zu 30.000 Euro pro Wohneinheit). Für ein Effizienzhaus 40 sind es 20 Prozent (bis zu 24.000 Euro pro Wohneinheit). Und für ein Effizienzhaus 55 beträgt der Tilgungszuschuss 15 Prozent (bis zu 18.000 Euro pro Wohneinheit). Das Programm 153 unterstützt Sie auch bei der Umwidmung unbeheizter Nicht-Wohngebäude, zum Beispiel Scheunen, zu einem Wohngebäude. Eine Übersicht der Hersteller für energieeffiziente Holzfertighäuser gibt es auf dem Ratgeber-Portal Holzbauwelt.de.

Mit Holz bauen für den Klimaschutz

Energieeffizient und klimaschonend mit Holz bauen ist eine wirkliche Alternative zum herkömmlichen Bauen mit anorganischen und endlichen Baustoffen wie z.B. Mörtel und Beton. Die Politik dreht an vielen Stellschrauben, um das Klima zu schützen. Beim Wohnungsbau wäre noch Potenzial, sowohl im Einfamilienhausbau wie auch im Mehrfamilienhausbau. Auch im Gewerbebau setzen verantwortungsvolle Firmen mittlerweile auf den Baustoff Holz.

Den globalen Temperaturanstieg auf deutlich unter zwei Grad Celsius und möglichst auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, sieht das Abkommen von Paris vor. Landbasierte Klimaschutzmaßnahmen, vor allem Aufforstung, Wiederaufforstung und das Vermeiden von Entwaldung, können wesentlich dazu beitragen, dieses Ziel zu erreichen. Denn Bäume entziehen der Atmosphäre durch den Aufbau von Biomasse das Treibhausgas CO2 und bekämpfen dadurch die Erderwärmung.

Wenn von einem Holzhaus die Rede ist, kommen vielen Menschen zunächst Fachwerkhäuser oder Berghütten in den Sinn – nicht aber, dass es sich dabei um eine hochmoderne Bauweise handeln könnte. Die modernen Holzwerkstoffe konkurieren längst mit Stahl, beton und Zement. Dabei wäre es durchaus im Interesse des Klimaschutzes, vermehrt auf Holz als Baustoff zu setzen. Denn die Welt erlebt einen Bauboom, und die Betonproduktion sorgt für reichlich CO2-Emissionen.

Holz
Wer mit Holz baut, schützt das Klima nachhaltig. Foto: Fullwood Wohnblockhaus

Holz hingegen ist nicht nur ein nachwachsender Rohstoff; Bäume fungieren außerdem als Kohlenstoffspeicher, da sie CO2 aus der Atmosphäre aufnehmen und einlagern. In Deutschland werden jedoch bislang nur 18 Prozent der Gebäude aus Holz errichtet. Dabei könnte die Klimabilanz des Bausektors wesentlich besser ausfallen, wenn man den Anteil erhöhen würde, wie Prof. Dr. Annette Hafner mit ihrem Team vom Lehrstuhl für Ressourceneffizientes Bauen der Ruhr Universität Bochum zeigte.

In einer 2017 veröffentlichten Studie rechneten die Ingenieurinnen und Ingenieure vor, wie viel CO2 man einsparen könnte, wenn man 55 Prozent der Einfamilienhäuser und 15 Prozent aller Mehrfamilienhäuser zwischen 2016 und 2030 aus Holz erbauen würde. Das Ergebnis beläuft sich auf 23,9 Millionen Tonnen CO2-Ersparnis, denn Holzgebäude dienen als CO2-Senke. Eine Auswahl an Holzhaus-Hersteller für klimfreundliche Holzhäuser finden Sie auf dem Ratgeber-Portal Holzbauwelt.de. Holzhäuser erfüllen mühelos die bezuschussten KfW-Standards für energieeffizientes Bauen.

Das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG) gilt ab 1. November 2020

Das neue Gebäudeenergiegesetz enthält Anforderungen an die energetische Qualität von Gebäuden, die Erstellung und die Verwendung von Energieausweisen sowie an den Einsatz erneuerbarer Energien in Gebäuden. Zweck dieses Gesetzes ist ein möglichst sparsamer Einsatz von Energie in Gebäuden einschließlich einer zunehmenden Nutzung erneuerbarer Energien zur Erzeugung von Wärme, Kälte und Strom für Betrieb von Gebäuden.

Das GEG tritt am 1. November 2020 in Kraft. Das bisherige Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die bisherige Energieeinsparverordnung und das bisherige Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) treten mit dem Inkrafttreten des GEG außer Kraft.

Mit dem GEG werden der Koalitionsvertrag, die Beschlüsse des Wohngipfels 2018 sowie die in den Eckpunkten für das Klimaschutzprogramm 2030 beschlossenen Maßnahmen in Bezug auf das Energieeinsparrecht für Gebäude umgesetzt.

Wie das bisherige Energieeinsparrecht für Gebäude enthält das neue GEG Anforderungen an die energetische Qualität von Gebäuden, die Erstellung und die Verwendung von Energieausweisen sowie an den Einsatz erneuerbarer Energien in Gebäuden.

GEG
Holzfertighäuser gelten als Niedrigstenergiegebäude nach dem neuen GEG

Durch das GEG werden EnEG, und EEWärmeG in einem modernen Gesetz zusammengeführt. Es wird ein einheitliches, auf einander abgestimmtes Regelwerk für die energetischen Anforderungen an Neubauten, an Bestandsgebäude und an den Einsatz erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteversorgung von Gebäuden geschaffen.

Holzfertighäuser sind Niedrigstenergiegebäude nach dem neuen Gebäudeenergiegesetz (GEG)

Die europäischen Vorgaben zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden werden vollständig umgesetzt und die Regelung des Niedrigstenergiegebäudes in das vereinheitlichte Energieeinsparrecht integriert. Das aktuelle energetische Anforderungsniveau für Neubauten und Sanierung wird nicht verschärft. Weitere Steigerungen der Bau- und Wohnkosten sollen vermieden werden.

Entsprechend dem Klimaschutzprogramm 2030 und dessen Maßgaben wurde in das GEG eine Klausel zur Überprüfung der energetischen Anforderungen an Neubau und Gebäudebestand im Jahr 2023 aufgenommen.

Im Sinne des neuen Gebäudeenergiegesetzes ab 1. November 2020 ist ein „Niedrigstenergiegebäude“ ein Gebäude, das eine sehr gute Gesamtenergieeffizienz aufweist und dessen Energiebedarf sehr gering ist und, soweit möglich, zu einem ganz wesentlichen Teil durch Energie aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden soll.

Holzfertighäuser sind Niedrigstenergiegebäude und werden aus dem nachwachsenden und ökologischen Rohstoff Holz hergestellt. Mit einer Wärmepumpe, Solaranlagen oder Fotovoltaikanlage werden diese Häuser zu einem von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) geförderten KfW Effizienzhaus.

Quellen: BMI Bund, Portal Holzbauwelt.de

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