Arbeitsplan Energieeffizienz für mehr Unabhängigkeit

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat Mitte Mai einen „Arbeitsplan Energieeffizienz“ vorgelegt. Dieser definiert wichtige Schritte und Maßnahmen der Bundesregierung, wie sich mehr Energie einsparen lasse und die Energieeffizienz erhöht werden könne.

Laut der zugehörigen Pressemitteilung des Ministeriums seien Energieeinsparungen angesichts des völkerrechtswidrigen Krieges, den Russland gegen die Ukraine führe, dringlicher denn je. Der Arbeitsplan Energieeffizienz enthalte daher einen klaren Maßnahmenkatalog, darunter finanzielle Anreize, gezielte Förderung und Anpassungen des regulatorischen Rahmens. Die einzelnen Maßnahmen und Instrumente seien demnach mit Zeitplänen unterlegt.

Förderung und Anreize für mehr Energieeffizienz notwendig

Förderung und Anreize sind ein wesentlicher Schlüssel für mehr Energieeffizienz. Dazu muss aber das Richtige gefördert werden, das Falsche dagegen nicht mehr. In den vergangenen Jahren wurde zum Beispiel noch der Einbau von Gasheizungen gefördert. Dieser Anachronismus wird mit der BEG-Reform jetzt beendet, teils wurde dies schon umgesetzt (so bei der Förderung Effizienzhausstandard EH 40).

Ähnliche Fehlanreize gab es insgesamt bei der Neubauförderung: Hier wurde zu lange mit hohen Summen ein Gebäudestandard gefördert, der sich längst am Markt durchgesetzt hat, nämlich der KfW-Effizienzhausstandard 55 (EH 55). Dafür flossen 2021 ca. 6 Milliarden Euro Steuergelder, was rund einem Drittel der 2021 insgesamt für die Gebäudeeffizienzförderung verfügbaren Mittel entspricht. Auch diese Fehlanreize werden beendet. Es gilt, die Steuergelder gezielter dort einzusetzen, wo der Klimaschutzeffekt am höchsten ist.

Energieeffizienz Neubau
Im Neubau gilt als Förderung das Effizienzhaus 40 Nachhaltigkeit. Ab 2023 kommen zur Energieeffizienz auch Klimaschutzkriterien dazu. Foto: Holzbauwelt.de

Neuausrichtung der Bundesförderung für effiziente Gebäude

Wichtig ist es daher jetzt, die Förderangebote für Haushalte und Unternehmen, insbesondere die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), neu auszurichten. So wird der Hauptschwerpunkt der Gebäudeförderung über die KfW-Bank und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) auf der Sanierung bestehender Häuser und Wohnungen liegen.

Die Sanierungsförderung hat einen besonders hohen Klimaschutzeffekt und hilft, Geld zu sparen. Gerade alte Fenster, alte Außentüren oder alte Heizungsanlagen sind Energiefresser – und damit Kostenfaktoren. Von der Sanierungsförderung können zudem die allermeisten Wohngebäude profitieren. Das Interesse an ihr hat in diesem Jahr angesichts der hohen fossilen Energiepreise deutlich zugenommen. So hat sich die Nachfrage im ersten Quartal dieses Jahres beim BAFA im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahezu verdoppelt (auf ca. 121 000). Diese Dynamik gilt es zu nutzen und zu unterstützen.

Neubauförderung orientiert sich an Klimaschutzkriterien

Die Neubauförderung im Rahmen des BEG wird zudem an klaren Klimaschutzkriterien ausgerichtet. Erste Zwischenschritte sind bereits gegangen. So greift aktuell die zweite Stufe der Neubauförderung – die sogenannte Förderung Effizienzhausstandard 40 Nachhaltigkeit (EH40-NH), die eine Förderung an das Qualitätssiegel für nachhaltiges Bauen (QNG) knüpft.

Ab Januar 2023 folgt dann ein für Neubauten neues Programm „Klimafreundliches Bauen“, das zusammen mit dem Ministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) erarbeitet wird. Künftig soll es über eine Reform des BEG zudem verstärkte Anreize für den Wechsel von fossilen Energieträgern auf Erneuerbare geben (also etwa weg von der Gasheizung hin zur Wärmepumpe) sowie niedrigschwellige Angebote (etwa für die Optimierung bestehender Heizungsanlagen).

Um die Energieeffizienz im Gebäudebestand weiter zu erhöhen, sollen besonders die energetisch schlechtesten Gebäude adressiert werden, da dort das Einsparpotenzial für Energie und Treibhausgasemissionen am größten ist. Die entsprechenden Anpassungen werden mit der BEG-Reform bis zum Sommer umgesetzt.

Programme für Klimaschutzverträge (sog. Carbon Contracts for Difference) gestartet. Klimaschutzverträge sollen die Markteinführung klimafreundlicher Prozesse vor allem in den Grundstoffindustrien ermöglichen, indem Risiken vermindert und Betriebskostendifferenzen zwischen herkömmlichen und klimafreundlichen Verfahren ausgeglichen werden. Bis zum Sommer erarbeitet das BMWK eine Förderrichtlinie, die der Europäischen Kommission anschließend zur Genehmigung vorgelegt wird. Die Klimaschutzverträge sollen dann noch in diesem Jahr als Förderinstrument eingeführt werden. Den kompletten Arbeitsplan Energieeffizienz gibt es hier zum Download.

Mindesteffizienzhausstandard im Neubau ab 2023

Ab nächstem Jahr wird der gesetzliche Mindesteffizienzstandard im Neubau angehoben, und zwar auf die Effizienzklasse EH 55.

Ab dem 1. Januar 2025 wird der Standard noch mal auf EH 40 erhöht. Hierdurch wird der Wärme- und damit der Gasbedarf im Neubau erheblich reduziert. Eine entsprechende Formulierungshilfe für die Novelle des Gebäudeenergiegesetztes wurde in gemeinsamer Federführung vom Bundeswirtschafts- und Bundesbauministerium erarbeitet und am 11. Mai 2022 im Kabinett verabschiedet.

Ziel ist, dass Heizungen sehr rasch noch stärker auf Basis erneuerbarer Energien laufen. Deshalb gilt ab 2024, dass bei jeder neu eingebauten oder ausgetauschten Heizung, mindestens 65 Prozent Erneuerbare Energien zu nutzen sind. Das ist in den allermeisten Fällen durch den Einbau einer Wärmepumpe, von Solarthermie oder Holzpellets möglich. Damit wird der Abschied von der Gasheizung vorangetrieben. Die hierfür notwendige Novelle des Gebäudeenergiegesetzes soll im zweiten Halbjahr vorgelegt werden.

Solardächer sollen zum Standard werden, um die Stromerzeugung aus Sonne schnell zu erhöhen. Dies macht uns unabhängiger von Energieimporten und senkt angesichts der aktuell sehr hohen Börsenstrompreise die Stromkosten für alle. Die große Novelle des EEG führt bereits zu einer deutlichen Verbesserung der Einspeisevergütungen bei Dachanlagen. Auch hier muss eine gesetzliche Verankerung im Gebäudeenergiegesetz erfolgen; das ist für das zweite Halbjahr geplant.

Quelle: Arbeitsplan Energieeffizienz, Bundeswirtschaftsministerium.

KfW-Neubau-Förderung startet am 20.04.2022

Wer ein energiesparendes Haus bauen will, kann ab dem 20. April 2022 wieder die staatliche KfW-Neubau-Förderung der KfW-Bank beantragen. Allerdings gibt es nur noch Fördermittel für das Effizienzhaus 40 EE, das Effizienzhaus 40 NH und das Effizienzhaus 40 Plus. Das Effizienzhaus 40 wird – so wie das Effizienzhaus 55 – nicht mehr gefördert.

Für die KfW-Neubau-Förderung steht ein Budget von einer Milliarde Euro zur Verfügung. Es gibt nur noch Kredite mit Tilgungszuschuss, Zuschüsse werden nicht mehr vergeben. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck gab bereits bei der Vorstellung des neuen Programms zu bedenken, dass die Mittel wohl schnell ausgeschöpft sein werden: „Um dennoch möglichst vielen Antragstellern eine Förderung zu ermöglichen, haben wir die Fördersätze reduziert.“

Fördervolumen im Neubau bis 31. Dezember 2022 begrenzt

Falls die eine Milliarde Euro noch dieses Jahr ausgeschöpft werden, soll nach Angaben des Ministeriums die Neubauförderung im Programm Effizienzhaus 40 NH (Nachhaltigkeitsklasse) nahtlos mit anspruchsvolleren Konditionen fortgeführt werden. Das Programm soll dann eine Neubauförderung nur noch in Kombination mit dem Qualitätssiegel für nachhaltiges Bauen ermöglichen. Dieses Programm in der Stufe 2 soll bis zum 31. Dezember 2022 gelten.

Ab 2023 soll es dann ein neues umfassendes Programm „Klimafreundliches Bauen“ geben. Details dazu werden nach Angaben des Ministeriums noch erarbeitet. Allerdings ist schon bekannt geworden, dass vor allem die Treibhausgasemissionen im Lebenszyklus von Gebäuden stärker in den Blick genommen werden sollen.

KfW-Neubau-Förderung 2022
Die KfW-Neubau-Förderung gilt für das Effizienzhaus 40 EE, NH und 40 plus für Niedrigstenergiegebäude in Holzfertigbauweise. Foto: Keitel Haus

Fördersätze ab 20.04.2022 für Effizienzhaus 40 EE, NH und 40 plus

Die Bundesregierung hat die Fördersätze für einzelne Bauprojekte halbiert. Die Gebäudeklasse Effizienzhaus (EH) 40 wird mit zehn Prozent eines maximalen Kreditbetrags von 150.000 Euro bezuschusst. Man erhält also maximal bis zu 15.000 Euro. Für Häuser der EH-40-Nachhaltigkeitsklasse und EH-40 plus Häuser beträgt der neue Zuschuss maximal 12,5 Prozent eines Kreditbetrags von 150.000 Euro, also bis zu 18.750 Euro.

Beantragung KfW-Neubau-Förderung für Effizienzhaus 40 EE, 40 NH und 40 plus

Beantragt wird die Förderung für energieeffizientes Bauen immer vor dem eigentlichen Baubeginn. Um eine Förderung zu erhalten, muss der Neubau die Standards der Effizienzstufe Effizienzhaus 40 EE, 40 NH und 40 plus erreichen. „Dies kann über viele verschiedene Wege erreicht werden und hängt vom Baustil des jeweiligen Hauses ab“, erklärt eine Pressesprecherin der KfW auf Anfrage von tagesschau.de. Darum sei bei jedem Antrag auch die Beurteilung durch einen Energiesachverständigen nötig.

Um zu prüfen, welche Effizienzstufe das eigene Haus erreicht, müssen Bauherren mit einem zertifizierten Energiesachverständigen die einzelnen Daten des Hauses auf der Webseite der KfW eintragen: „Dort wird dann automatisch das Energielevel des Hauses berechnet, und mit einem entsprechenden Dokument erhält man dann die Förderung bei der Bank“, so die KfW-Sprecherin.

Der Neubau muss klimaneutral werden

Mehr als ein Drittel der gesamten Energie in Deutschland wird in Gebäuden verbraucht – vor allem für Heizung, Kühlung und Warmwasser. Das soll sich ändern. Bis 2045 sollen Häuser klimaneutral sein. Um das zu erreichen, unterstützt der Staat das energiesparende Bauen und Sanieren mit der „Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)“.

Mittelfristig sollen die Anforderungen an die Energieeffizienz der geförderten Maßnahmen deutlich angehoben werden. Ziel der Regierung sei, die Neubauförderung „Zug um Zug auf immer mehr Nachhaltigkeit und Effizienz auszurichten“, so Wirtschaftsminister Habeck.

Eine nachhaltige Bauweise im Neubau und Fertighausbau ist die Holzbauweise, die im Gensatz zu Ziegel und Beton nur sehr wenig Emissionen verursacht. Hier gibt es eine Auswahl an individuellen Holzfertighäusern und Holzhaus-Anbietern die mit dem klimaneutralen Baustoff Holz erstellt werden.

Nähere Informationen zu den Förderkonditionen im Neubau für 2022 finden Sie auf der Internetseite der KfW oder auf der Seite des Bundeswirtschaftsministeriums.

Ein Keitel Haus mit sonnigen Aussichten

Keitel Haus ist ein familiengeführtes Holzhaus-Unternehmen in Baden-Württemberg, im hohenlohischen Rot am See-Brettheim beheimatet. Aus einem Zimmereibetrieb wurde ein renommiertes Holzbauunternehmen, das energieeffiziente individuelle Häuser plant und herstellt, ökologisch sinnvoll mit nachhaltigen Energiesystemen.

Effiziente Energiesysteme in einem Keitel Haus

Die Produktion von Solarstrom rechnet sich für Hausbesitzer, denn jede ins öffentliche Netz eingespeiste Kilowattstunde Solarstrom wird von den Energieversorgern vergütet. Außerdem gibt es staatliche Fördermittel bei Investitionen in diesem Bereich durch die KfW. Zum jeweils aktuellen Stand informiert Sie Fertighaus Keitel gerne.

Wie funktioniert eine Photovoltaikanlage? Photovoltaikanlagen bestehen aus Photovoltaikmodulen, einem Wechselrichter und einem Einspeise-Stromzähler. Der erzeugte Strom wird beim regionalen Anbieter zum staatlich garantierten Festpreis (ändert sich jedes Jahr) in das Stromnetz eingespeist.

Keitel Haus
Ein modernes schlüsselfertiges Einfamilienhaus von Keitel Haus als Plusenergiehaus mit Flachdach. Foto: Keitel Haus

Solartechnik: Circa 80 bis 90 Prozent der Energie, die ein privater Haushalt einsetzt, wird für Warmwasser und Raumwärme verbraucht. Etwa ein Drittel davon kann ohne großen technischen Aufwand mit unerschöpflicher, sicherer Sonnenenergie abgedeckt werden. Bei Brauchwasser allein sind es bis zu 70 Prozent! Mit den technisch erstklassigen Fertighaus Keitel Solaranlagen erzielen Sie eine optimale Energieernte und entlasten die Umwelt um mehrere hundert Kilo CO2-Emission pro Jahr.

Wie funktioniert eine Solaranlage? Solaranlagen bestehen aus einem Kollektor, einem Solarspeicher mit integriertem Regler und Pumpe. Sie werden zusätzlich zu einem Gas-, Öl- oder Pelletkessel betrieben.

Unterschied zwischen einer Photovoltaikanlage und einer Solaranlage?

Solarthermie erzeugt über das Sonnenlicht und Kollektoren Wärmeenergie, beispielsweise für die Nutzung von Warmwasser. Photovoltaik ist eine Technologie zur Erzeugung elektrischen Stroms aus Sonnenlicht, den man zur Energieversorgung im Haushalt nutzt. Sowohl Photovoltaikanlagen, als auch Solarthermieanlagen können als Solaranlagen bezeichnet werden

Keitel Haus mit Tesla Powerwall für das eigene Zuhause

Setzen Sie auf eine nachhaltige Energie-Komplettlösung für Ihr Holzfertighaus. Kombinieren Sie eine Solaranlage mit einer Tesla Powerwall und versorgen Sie so Ihr Zuhause mit eigenem Strom. Die Powerwall ist ein Lithium-Ionen-Batteriespeicher mit der bewährten Automobil-Batterietechnologie von Tesla.

Keitel Haus
Ein Einfamilienhaus von Keitel Haus für 5 Personen mit Photovoltaikanlage. Foto: Keitel Haus

Die meisten Eigenheime nutzen nur einen Bruchteil des Solarstroms den sie erzeugen. Statt überschüssigen Strom in das Stromnetz einzuspeisen, können Sie den Solarstrom mit der Powerwall speichern und jederzeit nutzen. So versorgen Sie Ihr Zuhause mit dem in der Powerwall gespeicherten Solarstrom und verringern Ihre Abhängigkeit vom Stromnetz, wie auch Ihre Kosten. Die Powerwall schützt Ihr Zuhause bei Stromausfällen, indem sie den Strom für Lampen, WLAN und Kühlschrank liefert.

Planen Sie jetzt Ihre Energieunabhängigkeit und lassen Sie sich vom Holzfertighaus-Hersteller Keitel Haus beraten. Keitel Haus findet die passende Lösung für ihr Haus und das passende Energiesystem.

Klimaschutz und Klimaneutralität beim Hausbau

Die Errichtung, der Erhalt und die Nutzung von Gebäuden sind in besonderer Weise mit dem Thema Klimaschutz verbunden. Auf der einen Seite bieten Gebäude die materielle Grundlage für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung, auf der anderen Seite steht der dafür notwendige Aufwand der Ressourceninanspruchnahme.

Die Ressourcenverwendung von Beton/Stahlbeton/Ziegel hat natürlich Auswirkungen auf die lokale und globale Umwelt hinsichtlich der erzeugten Treibhausgasemissionen bei deren Produktion, die zur globalen Erwärmung beitragen. Gleichzeitig sind die Gebäude und baulichen Anlagen sowie insbesondere ihre Besitzer und Nutzer mit den Folgen und Risiken des bereits einsetzenden Klimawandels konfrontiert.

Vermeidung von Treibhausgasemissionen im Gebäudebereich ist Klimaschutz

Wissenschaft und Politik haben in diesem Zusammenhang den Bau- und Gebäudebereich als ein Handlungsfeld identifiziert, das zur Emissionsminderung beitragen kann. Dieses Handlungsfeld kann daher aus den Perspektiven der Verursachung von Treibhausgasemission im Lebenszyklus, der Betroffenheit von Folgen des Klimawandels und der Lösungsbeiträge zum Klimaschutz gesehen werden.

Klimaschutz Klimaneutralität
Klimaschutz und Klimaneutralität spielen gerade beim Hausbau eine wichtige Rolle. Der ökologische Fußabdruck eines jeden entscheidet darüber. Foto Holzbauwelt.de

Gerade der öffentlichen Hand fällt hier eine besondere Vorbildrolle und Verantwortung zu – als Bauherr, Nutzer oder Förderer bzw. Gesetzgeber. Die Diskussion zu Fragen des Klimaschutzes im Bau- und Gebäudebereich hat sich noch einmal beschleunigt und intensiviert. Das Ziel, in Deutschland im Jahr 2045 die Klimaneutralität zu erreichen, stellt die am Bau direkt und indirekt Beteiligten vor die Aufgabe, ihre Anstrengungen zu verstärken und angedachte Lösungen vorzuziehen.

Die Landesregierung von Baden-Württemberg will mehr Holzbau bei öffentlichen Bauten einplanen und startete mit der Holzbau-Offensive. Der Berliner Senat bekannte sich zum Baustoff Holz als klimaneutralen Baustoff zur Entwicklung des früheren Flughafengeländes Berlin-Tegel zu einem Vorzeigeprojekt für nachhaltige Stadtentwicklung.

Neubau von Gebäuden muss jetzt schon klimaneutral sein

Neubauvorhaben, die sich aktuell in Planung und Realisierung befinden, werden 2045 nahezu unverändert Teile des Gebäudebestands bilden. Dies muss bei aktuellen Anforderungen an Neubauaufgaben berücksichtigt werden.

Das Erreichen von Klimaneutralität ist jedoch nicht die Frage des Zeitpunkts, sondern des noch verbleibenden Budgets an Treibhausgasemissionen. Wird dieses schneller aufgebraucht muss das Ziel der Vermeidung bzw. des Ausgleichs von CO2-Emissionen auch im Bau-und Gebäudebereich noch schneller als bisher angedacht, erreicht werden.

Treibhausgasemissionen, die aktuell bei der Herstellung von Bauprodukten und bei Transport- und Bauprozessen entstehen, gehen sofort zu Lasten des noch verbleibenden Budgets für noch mögliche Emissionen, das sich an der Begrenzung der globalen Erwärmung und damit an den planetaren Grenzen orientiert. Aktuelle Planungs- und Investitionsentscheidungen stellen zugleich die Weichen für die Treibhausgasemissionen in Folge Betrieb und Nutzung, Erhalt sowie Rückbau, Aufbereitung und Entsorgung und damit für die kommenden Jahre und Jahrzehnte.

Klimaschutz Klimaneutralität
Die Vermeidung von hohen CO2-Emissionen beim Hausbau gelingt mit nachwachsenden Rohstoffen wie Holz. Foto Holzbauwelt.de

Lösungsansätze bietet der Baustoff Holz zur Klimaneutralität

Ein Lösungsansatz zur Erfüllung der beschriebenen Ziele ist die Realisierung von Gebäuden, die keine negativen Auswirkungen auf das Klima verursachen. Der moderne Holzbau leistet bereits seinen Beitrag zum Klimaschutz, da der Rohstoff Holz nachwachsend ist und wenig sogenannte „graue Energie“ bei der Herstellung verbraucht. Holz ersetzt Baumaterialien aus endlichen Rohstoffen und erspart uns deren CO2-Belastungen. Fazit: Für die Ziele der Klimaneutralität ist Holz der ideale Baustoff. Wenn Sie Klimaneutralität beim Hausbau ernst nehmen, sollten Sie ein Holzhaus bauen.

Ausgewählte Haus-Hersteller, die bereits seit längerem erfolgreich Holzhäuser und Holz-Fertighäuser planen und erstellen finden Sie auf dem Ratgeber-Portal Holzbauwelt.de.

Quellen: bund.de, holzbauwelt.de

Effizienzhaus 40 (EE/NH/Plus) höchste KfW-Förderung ab 1. Februar 2022

Das Effizienzhaus 40 (EE/NH/Plus) ist der neue Energiestandard beim Neubau von Wohngebäuden, der eine Förderung durch die KfW-Bank erfährt. Ab Februar 2022 erhalten überraschend Neubauten mit KfW-55-Standard keine Förderung mehr. Dies gilt gleichermaßen für Wohn- und Nichtwohngebäude. Gefördert werden nur noch Gebäude ab dem KfW 40-Standard.

Der KfW-Effizienzhausstandard dient als Orientierungsmaßstab für die Energieffizienz von Gebäuden. Für den höchsten Standard (KfW 40 PLUS) können bis zu 37.500 € Förderung pro Wohneinheit in Anspruch genommen werden. Dies sind knapp 20.000 € mehr im Vergleich zum KfW 55-Standard. Dieser Förderung stehen jedoch höhere Investitionen für Wärmedämmung, Lüftung, PV-Erzeugung und Speicherung gegenüber.

Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) – Neubau Wohngebäude

Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) übernimmt die KfW die Finanzierung besonders effizienter Neubauten oder der energetischen Sanierung von Wohngebäuden als Effizienzhaus zur Verbesserung der Energieeffizienz inklusive einer energetischen Fachplanung und Baubegleitung. Gültig ab 21.10.2021(Antragseingang bei der KfW)

Antragsteller(vergleiche Ziffer 6 „Förderempfänger“ in der Richtlinie BEG WG) für die KfW-Förderung sind:

  • Privatpersonen und Wohnungseigentümergemeinschaften•Freiberuflich Tätige
  • Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts, zum Beispiel Kammern oder Verbände
  • Gemeinnützige Organisationen einschließlich Kirchen
  • Unternehmen, einschließlich Einzelunternehmer und kommunale Unternehmen
  • Sonstige juristische Personen des Privatrechts, einschließlich Wohnungsbaugenossenschaften.
  • Die Antragsberechtigung gilt für Eigentümer, Pächter oder Mieter des Grundstücks, Grundstücksteils, Gebäudes oder Gebäudeteils, auf oder in dem die Maßnahme umgesetzt werden soll, sowie Contractoren.

Förderfähige Maßnahmen (vergleiche Ziffer 5 „Gegenstand der Förderung“ in der Richtlinie BEG WG) sind:

Förderfähig sind ausschließlich Wohngebäude, die nach Fertigstellung beziehungsweise Umsetzung aller Maßnahmen unter den Anwendungsbereich des aktuell gültigen Gebäudeenergiegesetzes (GEG) fallen. Für die Förderung sind die Anforderungen des geltenden GEG einzuhalten, solange in der Richtlinie und deren technischen Mindestanforderungen (TMA) nichts anderes geregelt ist. Die Förderung erfolgt gemäß der Richtlinie und deren TMA.

Energieeffizienzhaus-Stufen und KfW-Förderung ab 01.02.2022

Die bisherige KfW 55-Förderung entfällt zum 31. Januar 2022. Dagegen gilt ab 1. Februar 2022 ausschließlich das Effizienzhaus 40 (EE/NH/Plus) als förderwürdig im Sinne der Bundesförderung für energieeffiziente Gebäude (GEG).

Energiestandards Neubau im Vergleich

GEG

EH 70

EH 55

EH 40

EH 40 EE

EH 40 NH

Primärenergiebedarf                            (kWh/m²)

44

41

32,2

23,4

23,4

23,4

spezifischer Transmissionsverlust       (W/m²K)

0,44

0,37

0,31

0,24

0,24

0,24

Erneuerbarer Anteil

Heizenergie                                            %

0

0

0

0

55

55

BEG-Förderung Neubau                 Euro / WE

0

0

18.000 *

24.000

33.750

37.500

Legende: WE = Wohneinheit, EH = Effizienzhaus, * = EH 55 Förderung Neubau nur bis 31.01.2022.

Die EffizienzhausStufen 40 Plus, 40 und 55: Die unterschiedlichen Zahlenwerte geben an, wie energieeffizient ein Gebäude im Vergleich zu einem Referenzgebäude ist. Dabei gilt: Je niedriger die Zahl, desto höher die Energieeffizienz und umso höher die Förderung.

Effizienzhaus 40 (EE/NH/Plus)
Neubau-Förderung für Effizienzhaus 40 (EE/NH/Plus) als Holzhaus / Fertighaus im Bauhausstil. Foto: Keitel-Haus

Zusammenfassung über die KfW-Förderung beim Neubau für ein Effizienzhaus

Als investive Maßnahmen werden die Errichtung (Neubau) und der Ersterwerb neu errichteter energieeffizienter Wohngebäude gefördert, die den energetischen Standard eines Effizienzhauses für Neubauten erreichen.

Folgende Effizienzhaus-Stufen werden gefördert:

  • Effizienzhaus 55, Förderung nur bis 31.01.2021!
  • Effizienzhaus 40, 40 EE (Erneuerbare Energien) oder 40 NH (Nachhaltigkeit), KfW-Förderung ab 01.02.2022
  • Effizienzhaus 40 Plus, KfW-Förderung ab 01.02.2022

Eine „Effizienzhaus EE“-Klasse wird erreicht, wenn erneuerbare Energien und/oder unvermeidbare Abwärme einen Anteil von mindestens 55 Prozent des für die Wärme-und Kälteversorgung des Gebäudes erforderlichen Energiebedarfs erbringen. Voraussetzung ist, dass der auf erneuerbaren Energien basierende Wärme-oder Kälteerzeuger bzw. das Wärme-oder Gebäudenetz als Bestandteil des geförderten Neubaus zur Effizienzhaus-EE-Klasse erstmals eingebaut bzw. erstmals angeschlossen wird und bei An-und Ausbauten zuvor kein solcher Wärmeerzeuger im Gebäude vorhanden war.

Eine „Effizienzhaus NH“-Klasse wird erreicht, wenn für ein Effizienzhaus ein Nachhaltigkeitszertifikat ausgestellt wird, das die Übereinstimmung der Maßnahme mit den Anforderungen des Qualitätssiegels „Nachhaltiges Gebäude“ bestätigt. Eine Kombination von EE-Klasse und NH-Klasse ist nicht möglich.

Eine „Effizienzhaus 40 Plus“-Stufe wird erreicht, wenn gemäß den Technischen Mindestanforderungen gebäudenahe Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien installiert werden. Diese müssen nicht Bestandteil der BEG-Förderung sein.

Holzhaus- und Fertighaus-Hersteller für das Effizienzhaus 40 (EE/NH/Plus) finden Sie auf dem Portal Holzbauwelt.de.

Förderung Effizienzhaus 55 entfällt Ende Januar 2022

Die bisherige Effizienzhaus 55 Förderung der KfW (KfW Bankengruppe) läuft zum 31.01.2022 ab. Die gute Botschaft vorneweg: Die Neubauförderung der KfW (KfW Bankengruppe) wird fortgesetzt. Die alleinige Effizienzklasse für eine Förderung im Neubau ist dann das Effizienzhaus 40 (EE/NH/plus).

Die beschlossenen Maßnahmen der Bundesregierung für den Gebäudesektor beinhalten sowohl eine Erhöhung der Fördermittel für die BEG (Bundesförderung für Effiziente Gebäude) als auch ein Anheben der Neubaustandards in 2022.

Die Gebäudeförderung in 2021 liegt auf einem Rekordniveau. Von Januar bis Ende September 2021 sind 12 Milliarden Euro von BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) und KfW (KfW Bankengruppe) bewilligt worden, davon rund 5,8 Milliarden Euro für den Neubau und 6,2 Milliarden Euro für Sanierungen.

Die Bundesregierung hat angesichts der hohen Nachfrage und um bei der Reduzierung der Treibhausgasemissionen im Gebäudebereich weiter voranzukommen, am 22.09.2021 im Sofortprogramm 2022 die für die Gebäudeförderung zur Verfügung stehenden Mittel nochmal um 11,5 Milliarden Euro erhöht. Bis Ende 2021 können daher Mittel in Höhe von 18 Milliarden Euro bewilligt werden. Auch das ist ein Rekordwert.

Fördermitteleinsatz für mehr Klimaschutz im Neubau und bei der Gebäudesanierung

Gleichzeitig hat sich die Bundesregierung im Sofortprogramm 2022 dafür ausgesprochen, die bestehende Fördersystematik der BEG mit Blick auf die Fördereffizienz hin zu überprüfen und anzupassen. Dies bedeutet, dass vorhandene Fördermittel noch stärker dort eingesetzt werden sollen, wo die Treibhausgas-Minderungen zur Erreichung der Sektorziele und der Beitrag zur Emissionsminderung am höchsten ist. Das ist vor allem im Bereich der Gebäudesanierungen der Fall. Hier besteht der größte Nachholbedarf und das größte Einsparpotenzial. Auch die Neubauförderung wird konsequent fortgesetzt, denn hier wird nur ein Baustein der Neubauförderung eingestellt, nämlich die Förderung für das Effizienzhaus/Effizienzgebäude 55.

Effizienzhaus 55
Die bisherige KfW-Förderung für das Effizienzhaus 55 im Neubau läuft zum 31.01.2022 aus.

Unveränderte KfW-Förderung für das Effizienzhaus 40 (EE/NH/plus)

Das Effizienzhaus/Effizienzgebäude 40 im Neubau ist von der Förderanpassung nicht betroffen und wird weiterhin unverändert fortgesetzt. Hiermit soll zugleich ein Anreiz gesetzt werden, im Neubau höhere Effizienzstandards umzusetzen und damit wiederum einen höheren Beitrag zur Erreichung der Klimaziele zu leisten.

Das Ziel der BEG ist es, Anreize für Investitionen in höhere Effizienz und CO2-Einsparungen zu setzen, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Dies gilt auch für die Schaffung neuen Wohnraumes.

Die Entwicklung der Förderzahlen und des Marktes zeigen, dass sich das Effizienzhaus / Effizienzgebäude 55 – auch dank der umfassenden Förderung – als Effizienzstandard weitgehend durchgesetzt hat. Die nächsthöhere Effizienzhaus/Effizienzgebäude-Stufe im Neubau (Effizienzhaus/Effizienzgebäude 40) als anreizstarke Förderung mit bis zu 25 Prozent (Tilgungs-) Zuschussförderung ist von der Förderanpassung nicht betroffen.

Antragsfrist für Effizienzhaus-55-Förderung endet am 31. Januar 2022

Für das Effizienzhaus/Effizienzgebäude 55 werden bestehende Anträge natürlich weiterhin bewilligt. Zudem gilt eine Übergangsfrist, vollständige Anträge für das Effizienzhaus/Effizienzgebäude 55 im Neubau können noch bis zum 31.01.2022 gestellt werden. Maßgeblich hierfür ist das Datum der Antragstellung. Zinsreservierungen stellen keinen Antrag dar.

Die übrigen Fördertatbestände der KfW laufen weiter wie bisher. Eine Auswahl der von der KfW weiterhin geförderten Holzfertighäuser im Neubau erhalten Sie über  den Link auf die Anbieterseite Holzhäuser der Holzbauwelt.

Die Solarpflicht im Neubau gilt in welchen Bundesländern ab wann?

Solarpflicht im Neubau für alle? Im Sondierungspapier des künftigen Regierungsbündnisses zwischen SPD, Grünen und FDP steht: „Alle geeigneten Dachflächen sollen künftig für die Solarenergie genutzt werden. Bei gewerblichen Neubauten soll dies verpflichtend, bei privaten Neubauten soll es die Regel werden.“ Einige Bundesländer haben bereits in ihren Klimaschutzgesetzen verbindliche Regelungen für die Solarpflicht getroffen.

Das globale Klimaschutz-Abkommen von Paris aus dem Jahre 2015 gibt den Rahmen zur Bekämpfung des Klimawandels vor: Die Erderwärmung soll deutlich unter 2°C gehalten werden; der Temperaturanstieg soll durch weitere Maßnahmen auf 1,5°C begrenzt werden. Außerdem sollen die Länder bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels unterstützt werden. Das Sondierungspapier weist laut den Grünen konkrete Maßnahmen für den Windausbau aus (2 % der Fläche), Solaranlagen auf Gebäuden werden zur Pflicht und der Ausstieg aus dem fossilen Verbrenner kommt verbindlich.

Solarpflicht für den Hausbau ab Mai 2022 in Baden-Württemberg

Baden-Württemberg ist das erste Flächenland, dass eine umfassende Solarpflicht beschlossen hat. Für Nicht-Wohngebäude (Büro- und Verwaltungsgebäude, Fabrikgebäude, Hotels, Krankenhäuser) ist die verbindliche Solarpflicht vom 1. Januar 2022 an gesetzlich festgeschrieben. Die Novelle des Klimaschutzgesetzes für Baden-Württemberg vom 06.10.2021 sieht vor, dass eine Pflicht zur Installation von Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlage) auf Dächern nun auch für Wohngebäude (Neubau von Wohnhäusern) gilt. Für Neubauten gilt die Solarpflicht schon ab 1. Mai 2022 in Baden-Württemberg. Hausbesitzer, die eine grundlegende Dachsanierung vornehmen, müssen vom 1. Januar 2023 an eine Photovoltaikanlage einbauen lassen.

Solarpflicht
Die Solarpflicht für Neubauten in bestimmten Bundesländern sieht die verbindliche Nutzung von Photovoltaik-Anlagen vor.

Das Umweltministerium von Baden-Württemberg schätzt die Kosten für eine durchschnittliche Solaranlage auf knapp 10.000 Euro und argumentiert, dass sich die Investition langfristig lohne, weil Hauseigentümer den erzeugten Strom entweder einspeisen oder selbst verbrauchen könnten.

Solarpflicht für den Hausbau ab Januar 2023 in Berlin

In Berlin verpflichtet das sogenannte Solargesetz private Eigentümer von Neubauten zur Solarpflicht und bei Bestandsgebäude im Falle einer grundlegenden Dachsanierung zur Installation und zum Betrieb einer Fotovoltaik-Anlage auf ihrem Gebäudedach ab dem 01.01.2023. Alternativ kann die Anlage nach Angaben der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe auch an der Gebäudefassade oder eine Solarthermieanlage installiert werden.

Solarpflicht für den Hausbau ab Januar 2023 in Hamburg

Eine Solarpflicht zur Installation von Photovoltaik-Anlagen zur Strom- und Warmwassergewinnung gilt laut dem Klimaschutzgesetz in Hamburg ab dem 01.01.2023 für alle privaten wie auch öffentlichen Neubauten. Für Bestandsgebäude, bei denen das Dach vollständig erneuert wird, greift die Solarpflicht frühestens ab dem 01.01.2025.

Diese Bundesländer planen eine mögliche Solarpflicht im Neubau

Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Bremen, Bayern und Sachsen haben entsprechende Pläne oder Gesetzesentwürfe für eine mögliche Solarpflicht für Neubauten. Diese sind jedoch noch nicht verbindlich bzw. rechtskräftig entschieden.

Nordrhein-Westfalen setzt dagegen mit einer Reform des Landesbauordnung bei Parkflächen an. Ab dem Jahr 2022 sollen geeignete neue Parkflächen mit mehr als 35 Stellplätzen überdacht und mit Photovoltaikanlagen ausgestattet werden müssen. Diese Solarpflicht gilt nur für Flächen, die zu Nichtwohngebäuden gehören. Das Gesetz trat bereits im Juli 2021 in Kraft.

Tipp: Wenn Sie sich mit dem energieeffizienten und klimafreundlichen Hausbau beschäftigen, lassen Sie sich am besten, von ausgewählten Holzhaus- und Fertighausherstellern beraten.

Massivhaus oder Holzhaus? Ressourcenschonend?

Das Holzhaus steht für klimaneutrales Bauen mit Holz wenn es um Ressourcenschonung und nachwachsende Rohstoffe geht. Angehende Baufamilien fragen sich, wie soll ich denn bauen? Diese Frage steht für Baufrauen und Bauherren ganz am Anfang ihres Weges in die eigenen vier Wände. Leicht zu beantworten ist sie nicht, jede Bauweise hat ihre Vor- und Nachteile.

Und entschieden werden muss nicht nur, welcher Baustoff zum Einsatz kommt, sondern auch, wie viel Zeit das Bauprojekt in Anspruch nehmen darf. Ein Überblick zeigt die wichtigsten Bauweisen für Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser.

Klassisch Stein auf Stein oder doch mit dem nachwachsenden Baustoff Holz?
Der eine bevorzugt klassisch Stein auf Stein, obwohl der Sand mittlerweile ein knappes Gut ist, der andere den traditionellen Holzbau wegen dem angenehmen Raumklima. Doch damit ist die endgültige Entscheidung noch längst nicht getroffen. Denn neben dem Hauptbaustoff muss auch gewählt werden, ob das Haus individuell mit einem Architekten gebaut wird oder lieber von einem Fertighaushers
teller der ebenso individuelle Häuser erstellt. Und damit nicht genug: Auch die Muskelhypothek will einkalkuliert werden! Wie viel Eigenleistung darf es denn sein?

Welche Bauweise für mein zukünftiges Eigenheim?

Das Fertighaus: Fertighäuser werden meistens in Holzrahmenbauweise erstellt. Bauteile wie Wände und Decken werden maschinell vorgefertigt und auf der Baustelle montiert. Das bringt einen enormen Zeitvorteil und Planungssicherheit durch einen Festpreis.

Holzhaus
Das Holzhaus als Mehrfamilienhaus in Holzfertigbauweise punktet mit hoher Vorfertigung und kurzer Bauzeit.

Das Massivhaus: Der Klassiker wird Stein auf Stein aus Beton, Kalksandstein, Porenbeton oder Ziegeln gebaut. Da der Anteil an Handarbeit höher als bei vorgefertigten Bauteilen ist, dauert der Hausbau in der Regel recht lang. Das Massivhaus punktet mit solider Bauweise, benötigt im Vergleich zum Baustoff Holz jedoch mehr Energie für die Herstellung der Baumaterialien, die sogenannte „graue Energie“.

Das Ausbauhaus / Bausatzhaus: Wer sein handwerkliches Geschick in die Waagschale werfen will und zeitlich flexibel ist, kann mit einem Ausbauhaus oder Bausatzhaus selbst bauen – je nach Wunsch und Ausbaustufe entweder komplett oder nur den Innenausbau. Doch der so genannten Muskelhypothek geht eine realistische Einschätzung des eigenen Könnens voraus, sonst sind Qualität und Zeitplan nicht gesichert.

Das Architektenhaus: Bauen nach Wunsch unter Einbringung eigener Ideen? Das lässt sich mit einem Architektenhaus realisieren. Der genaue Preis für das Haus steht allerdings erst fest, wenn die Ausschreibung aller Arbeiten abgeschlossen ist.

Das Holzhaus: Der Baustoff Holz erfreut sich einer wachsenden Beliebtheit, steht er doch für Natürlichkeit, Ressourcenschonung und ein ausgeglichenes Wohnklima. Ob Blockhaus oder Holzrahmenbau: Mit dem traditionsreichen Baumaterial lassen sich auch moderne Häuser realisieren.

Eine Übersicht über Holz-Fertighaushersteller- und Anbieter und individuelle Haustypen in Holzfertigbauweise finden Sie auf dem Ratgeber-Portal Holzbauwelt.de.

Zurück